Kirche/Kloster

Frauenkirche

Frauenplatz 1, 80331 München

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Frauenkirche

Die Frauenkirche, offiziell bekannt als der Dom zu Unserer Lieben Frau, ist das bedeutendste sakrale Bauwerk der Münchner Altstadt und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Als Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising ist sie nicht nur religiöses Zentrum, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel spätgotischer Architektur. Der Backsteinbau mit seinen markanten Türmen wurde im 15. Jahrhundert errichtet und ist sowohl in seiner Bauweise als auch in seiner Ausstattung von außergewöhnlicher Größe und Wirkung. Mit einer Länge von 109 Metern und einer Breite von 40 Metern zählt die Kirche zu den größten Hallenkirchen und ist eine der größten Backsteinkirchen nördlich der Alpen.

Die beiden charakteristischen Türme der Frauenkirche ragen fast gleich hoch in den Himmel – der Nordturm misst 98,57 Meter, der Südturm 98,45 Meter. Entgegen verbreiteter Legenden unterscheiden sie sich nicht um einen ganzen Meter. Aufgrund städtischer Bauvorschriften, die eine Übertopphöhe im Stadtkern verbieten, prägen die Türme seit Jahrhunderten das Stadtbild und sind weithin sichtbar. Der Südturm ist für Besucher zugänglich: Nach einem Aufstieg über 86 Stufen einer engen Wendeltreppe gelangt man per Aufzug in die Turmstube und genießt einen Panoramablick über die Stadt. Der Nordturm hingegen bleibt für die Öffentlichkeit geschlossen.

Im Inneren offenbart sich die monumentale Raumwirkung der Kirche vor allem durch ihr durchlichtes Säulensystem und das kunstvolle Sterngewölbe. Eine Legende rankt sich um einen sogenannten „Teufelstritt“ im Eingangsbereich, der an eine alte Sage über den Bauplan der Kirche erinnert. Noch heute zeugen zahlreiche kunsthistorische Schätze von der reichen Vergangenheit des Ortes, darunter das beeindruckende Grabmal Ludwigs des Bayern von Hans Krumpper. Auch die kunstvollen Glasfenster und die beiden Kirchenorgeln – eine große und eine kleine – tragen zur würdevollen Atmosphäre bei.

Die Geschichte der Frauenkirche reicht weit zurück. Bereits im 13. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Marienkapelle, die später durch die Wittelsbacher zur Pfarrei erhoben wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Kirche zur Grablege der Münchner Linie der Wittelsbacher und wurde im Zuge verschiedener Erzählungen und Bedürfnisse im späten Mittelalter neu erbaut. Heute ist die Frauenkirche nicht nur Schauplatz zahlreicher Gottesdienste und kirchenmusikalischer Veranstaltungen, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus aller Welt, die von der Architektur, der Geschichte und der Stille des Ortes gleichermaßen fasziniert werden.

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