Bibliothek

Monacensia im Hildebrandhaus

Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München

Highlights

  • Die Monacensia im Hildebrandhaus ist das literarische Gedächtnis Münchens mit Archiv, Bibliothek und Ausstellungen.
  • Seit 1977 befindet sie sich in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand am Isarhochufer.
  • Ihre Sammlung umfasst über 300 Nachlässe bedeutender Münchner Schriftsteller sowie Exil- und Gegenwartsliteratur.

Tipps

  • Das Hildebrandhaus am Isarhochufer ist ein ehemaliges Künstlerhaus im Stadtteil Bogenhausen, erreichbar mit der Tram 17 oder Bus 100.
  • Die Monacensia bietet Forschungsmaterialien und Ausstellungen zur Münchner Literaturgeschichte, unter anderem mit Nachlässen bekannter Autoren.
  • Im Café des Hauses können Besucher zwischen 9.30 und 17.30 Uhr an Werktagen sowie samstags und sonntags zwischen 11.00 und 18.00 Uhr verweilen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Über Monacensia im Hildebrandhaus

Die Monacensia im Hildebrandhaus in München-Bogenhausen ist eine bedeutende kulturhistorische Einrichtung, die Archiv, Bibliothek und Museum unter einem Dach vereint. Als literarisches Gedächtnis der Stadt München bewahrt sie das kulturelle Erbe der Münchner Literaturszene und fungiert als zentrale Forschungsstelle für die Stadtgeschichte. Die Einrichtung befindet sich in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand, die 1898 nach Entwürfen von Gabriel von Seidl erbaut wurde. Seit 1977 beherbergt das Gebäude die Sammlungen der Monacensia, die ursprünglich auf eine Initiative von Hans Ludwig Held in den 1920er Jahren zurückgeht.

Das Literaturarchiv umfasst über 300 Vor- und Nachlässe namhafter Autorinnen und Autoren mit Bezug zu München. Zu den Beständen gehören unter anderem Werke und Dokumente von Oskar Maria Graf, Annette Kolb, Erika und Klaus Mann sowie Rachel Salamander. Besonderes Augenmerk liegt auf Sammlungsschwerpunkten wie Exilliteratur, der Münchner Bohème um 1900, Volkskunst und zeitgenössischen Autorinnen. In jüngster Zeit wurden Archive wie das von Lillemors Frauenbuchladen und der Lesereihe „Geschichten aus der großen Stadt“ integriert, die wichtige Impulse für die literarische Stadtgeschichte liefern.

Die Monacensia ist nicht nur Forschungszentrum, sondern auch Ort für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Lesungen. Im Fokus stehen neben klassischen literarischen Nachlässen zunehmend auch zeitgenössische Strömungen, darunter mehrsprachige Exil- und Diasporaliteratur. Mit Projekten wie „Voices of Exile“ wird die Relevanz der Monacensia als Resonanzraum für Literatur und gesellschaftliche Haltung weiter ausgebaut. Die Einrichtung versteht sich als offener Raum für Lektüre, Begegnung und Diskurs und trägt damit zur lebendigen Auseinandersetzung mit Münchens geistig-kulturellem Erbe bei.

Das Hildebrandhaus selbst hat eine eigene Geschichte: Als einstiger Treffpunkt der Münchner Künstlerszene erlebte es vor seinem Umzug in die Obhut der Monacensia eine wechselvolle Nutzung. Nach einer umfassenden Generalsanierung wurde die Einrichtung wiedereröffnet und bietet seitdem optimierte Bedingungen für Forschung, Besuch und Archivnutzung. Die Räumlichkeiten im Bogenhausener Stadtteil, gelegen am Isarhochufer nahe des Friedensengels, laden sowohl zur intensiven Auseinandersetzung mit literarischen Quellen als auch zu einem Spaziergang durch die kulturelle Geschichte Münchens ein.

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