Sammlung Schack
Highlights
- Die Sammlung Schack in München-Altstadt-Lehel umfasst rund 150 Gemälde, vor allem Historienbilder und venezianische Meisterwerke des 16.–18. Jahrhunderts wie Tizian und Veronese.
- Gegründet 1875 durch Graf Adolf Friedrich von Schack, ist die Sammlung seit 1939 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und bleibt seit 1888 unverändert (Ausnahme: 7 verbrannte/verlorene Werke).
- Kinder unter 18 Jahren haben in allen Häusern der Sammlung Schack freien Eintritt, während barrierefreier Zugang (Aufzug, Serviceräume) noch geplant wird.
Tipps
- Der Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erfolgt kostenfrei in allen Häusern der Sammlung Schack.
- Die Ausstellung umfasst rund 150 Gemälde, die sich über drei Stockwerke verteilen und historische sowie venezianische Kunst des 16. bis 19. Jahrhunderts präsentieren.
- Ein barrierefreier Zugang zum Gebäude und den Ausstellungsbereichen wird aktuell durch eine geplante Aufzugsanlage und angepasste Serviceräume verbessert.
Eigenschaften
Kultur-Museum Sammlung Schack in München-Altstadt-Lehel
Die Sammlung Schack in München-Altstadt-Lehel zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen des 19. Jahrhunderts und ist heute Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Gegründet und zusammengetragen vom deutschen Dichter, Sammler und Diplomat Adolf Friedrich Graf von Schack, vereint sie ein einzigartiges Ensemble von Gemälden, das vor allem die italienische Renaissance- und Barockmalerei sowie Werke der deutschen Romantik prägt. Schack, der zunächst als Jurist und Diplomat tätig war, widmete sich ab den 1860er Jahren intensiv dem Aufbau einer Sammlung, die bis dahin wenig beachtete Künstler wie auch herausragende Werke der venezianischen Malerei – von Giorgione bis Tintoretto – umfasste.
Besonders beeindruckend ist die Geschlossenheit der Sammlung, die Schacks persönliche Vorlieben und sein künstlerisches Verständnis widerspiegelt. Im Gegensatz zur zeitgenössischen Genremalerei legte er den Fokus auf Historienbilder und Landschaften, wobei er gezielt junge Talente förderte. Die Sammlung reflektiert zudem Schacks literarische Interessen, etwa seine Beschäftigung mit der Spätantike, Renaissance und Reformation, die er in seinen eigenen Werken verarbeitete. Sein 1881 veröffentlichtes Buch *„Meine Gemäldesammlung“* dokumentiert dabei nicht nur die Werke, sondern auch seine ästhetischen Überzeugungen.
Ursprünglich befand sich die Sammlung im Palais des Grafen an der Brienner Straße, bevor sie 1888 an den heutigen Standort an der Prinzregentenstraße verlegt wurde. Heute beherbergt das Haus neben der Sammlung Schack auch die Bayerische Staatskanzlei. Die Sammlung blieb seit Schacks Tod weitgehend unverändert – mit Ausnahme von drei verbrannten Gemälden im Münchner Glaspalast und wenigen weiteren Verlusten – und ist seit 1939 Teil der staatlichen Bestände.
Die Ausstellung erstreckt sich über drei Stockwerke und umfasst rund 150 Gemälde, die in einer intimen Atmosphäre präsentiert werden. Zu den Highlights zählen Werke von Tizian, Veronese, Raffael und Dürer, die Schacks Sammelleidenschaft für die italienische Malerei der Renaissance und Barockzeit unterstreichen. Die Sammlung bietet damit einen faszinierenden Einblick in die künstlerischen Strömungen des 16. und 17. Jahrhunderts sowie in Schacks Rolle als Mäzen und Förderer zeitgenössischer Kunst.
Obwohl die Sammlung Schack für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren freien Eintritt gewährt, ist der Zugang aktuell nicht barrierefrei gestaltet. Während die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine Vorplanung für den Einbau eines Aufzugs und barrierefreier Sanitäranlagen vorlegen, bleibt der Besuch für Besucher:innen mit eingeschränkter Mobilität vorerst eingeschränkt. Die Online-Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ermöglicht jedoch einen virtuellen Überblick über den Bestand und die deponierten Werke.