See

Am Ostufer des Starnberger Sees

82541 Münsing

Highlights

  • Münsing liegt am Ostufer des Starnberger Sees im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
  • Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 15 km vom Seeufer bis zum Münsinger Rücken.
  • Zahlreiche Villen säumen die Seestraße, darunter historische Baudenkmäler wie Schloss Ammerland.

Tipps

  • Bei Wanderungen entlang des Ostufers lohnt sich ein Besuch der Bucht von St. Heinrich, bekannt für seltene Vogelarten und geschützte Schilfflächen.
  • Rad- und Wanderwege führen vorbei an historischen Villen und bieten Ausblicke auf den Starnberger See und die Alpenkulisse.
  • Im Landschaftsschutzgebiet gelten strenge Regeln: Kein Feuer, keine Grills, keine Übernachtung – Naturschutz wird durch verantwortungsvolles Verhalten unterstützt.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Am Ostufer des Starnberger Sees

Das Landschaftsschutzgebiet „Am Ostufer des Starnberger Sees“ liegt im Gemeindegebiet von Münsing im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Bayern. Es erstreckt sich entlang des östlichen Ufers des Starnberger Sees und umfasst sowohl naturnahe Bereiche als auch bebaute Zonen. Das Gebiet ist bekannt für seine vielfältige Vegetation, zu der trockene Kalkbuchenwälder, Schneeheidekiefernwälder, Kalkflachquellmoore sowie Verlandungsröhrichte zählen. Diese Vielfalt prägt die ökologische Bedeutung des Areals und bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Das Uferband zwischen Allmannshausen und Ammerland weist eine weitgehend unveränderte Struktur auf, die durch unterschiedliche Vegetationszonen geprägt ist. Besonders erwähnenswert ist der Erhalt seltener Arten wie das Bodensee-Vergissmeinnicht, das hier seinen einzigen Fundort in Bayern hat. Auch die Mairenke, eine in Bayern stark gefährdete Fischart, lebt im Starnberger See. Im Bereich der Bucht von St. Heinrich befinden sich extensive Schilfflächen, die als Brutplatz seltener Vögel wie des Drosselrohrsängers dienen. Dieser Bereich ist besonders geschützt und nicht betretbar.

Das Landschaftsschutzgebiet dient nicht nur dem Naturschutz, sondern lädt auch zu Erholung und Beobachtung der Natur ein. Wanderwege und Radwege entlang des Seeuferbereichs ermöglichen einen Blick über den See zu den Alpen sowie auf stattliche Villen aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen St. Heinrich und Münsing liegt das Erholungsgebiet Ambach, das Bademöglichkeiten bietet und verschiedene Einkehrmöglichkeiten aufweist. Aufgrund der internationalen Bedeutung des Sees wurde dieser bereits 1976 unter die Ramsar-Konvention gestellt. Im Winter überwintern hier bis zu 25.000 Wasservögel, im Sommer nutzen viele Arten das Gewässer als Nahrungslebensraum.

Um die empfindlichen Ökosysteme langfristig zu erhalten, gelten im Landschaftsschutzgebiet strenge Schutzbestimmungen. Dazu gehören ein Bade- und Wassersportverbot sowie ein Übernachtungsverbot. Offenes Feuer jeglicher Art ist untersagt, ebenso wie Zelten oder Campen in der freien Natur. Besucher werden gebeten, Abfälle zu entsorgen, Hunde an der Leine zu führen und sich ruhig zu verhalten, um die Tierwelt nicht zu stören. Diese Regelungen tragen dazu bei, die natürlichen Lebensräume und die Artenvielfalt im Ostuferbereich des Starnberger Sees dauerhaft zu erhalten.

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