Denkmal/Gedenkstätte

Mäusepfeilerscheune

Sentruper Str. 183, 48149 Münster

Highlights

  • Die 1706 erbaute Mäusepfeilerscheune in Münster (ursprünglich bei Heek-Nienborg) ist ein Fachwerkbau auf pyramidenförmigen Sandsteinpfeilern mit überstehenden Deckplatten.
  • Bis 1960 diente die Scheune als Werkstatt für den Schuhmacher Krampe und stand ursprünglich neben einer Turmwindmühle auf dem Hof Lösing-Feldmann.

Tipps

  • Die Mäusepfeilerscheune zeigt originale Fachwerkkonstruktionen mit pyramidenförmigen Sandsteinpfeilern und überstehenden Deckplatten aus dem 18. Jahrhundert.
  • Ein einstündiger Rundgang durch das Museum vermittelt Einblicke in die historische Nutzung des Gebäudes als Schuhmacherwerkstatt und landwirtschaftliche Scheune.
  • Nach der Führung besteht die Möglichkeit, in historischen Räumlichkeiten ein westfälisches Buffet zu genießen und die Atmosphäre des Hofes zu erleben.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Mäusepfeilerscheune Münster – Kulturdenkmal entdecken

Die Mäusepfeilerscheune in Münster ist ein faszinierendes Beispiel westfälischer Fachwerkarchitektur und ein lebendiges Stück regionaler Geschichte. Der zweigeschossige Bau mit seinem markanten, steil geneigten Dach stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert und wurde zunächst als Scheune für den Hof Lösing-Feldmann in der Südahler Mark bei Heek-Nienborg genutzt. Besonders auffällig sind die pyramidenförmigen Sandsteinpfeiler mit überstehenden Deckplatten, auf denen das verbretterte Fachwerk ruht – ein typisches Merkmal der traditionellen Bauweise in dieser Region.

Ursprünglich diente die Scheune als Lager für landwirtschaftliche Erzeugnisse, doch ihr heutiger Charakter als kulturelles Erbe verdankt sie dem Verein „De Bockwindmüel“, der sie seit 1963 bewahrt und als Museum zugänglich macht. Die Verbindung zur nahen Turmwindmühle von 1851 unterstreicht die historische Bedeutung des Geländes als Teil eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs. Bis in die 1960er Jahre beherbergte der Bau sogar eine Werkstatt, in der der Schuhmacher Krampe sein Handwerk ausübte – ein Zeugnis der vielseitigen Nutzung solcher Gebäude im ländlichen Raum.

Das Museum bietet Besuchern einen Einblick in das Leben und Arbeiten vergangener Zeiten. Nach einer einstündigen Führung durch die historischen Räume lädt eine gemütliche Kaffeetafel zum Verweilen ein, bei der man die urige Atmosphäre genießen und mit anderen Gästen ins Gespräch kommen kann. Besonders beliebt sind die westfälischen Buffets, die in den originalgetreu restaurierten Räumen serviert werden. Auch für besondere Anlässe wie Beerdigungskaffees bietet der Verein einen angemessenen Rahmen in den historischen Wänden.

Die Mäusepfeilerscheune ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort, der die Handwerkskunst und den Alltag früherer Generationen lebendig hält. Durch die Verbindung von Museum, Führung und kulinarischem Angebot entsteht ein einzigartiges Erlebnis, das Kultur, Geschichte und Gastfreundschaft vereint. Ideal für Familien, Geschichtsinteressierte und alle, die die ländliche Tradition Westfalens hautnah erleben möchten.

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