Kirche/Kloster

Dornbuschkirche Hohenlubast

Pfarrbereich Krina, 06774 Dorfstraße

Highlights

  • Spätgotische Sakramentsnische und barocker Kanzelkorb mit Evangelisten-Bildtafeln prägen die Dornbuschkirche Hohenlubast.
  • Nach 40 Jahren Leerstand fand 2010 die erste Andacht seit 1970 in der ältesten Kirche des Landkreises Wittenberg statt.
  • Die 1926 gegossene Glocke und die 1997 an Schköna übertragene Nutzung zeugen von ihrer historischen und kommunalen Bedeutung.

Tipps

  • Der barocke Kanzelkorb mit drei Bildtafeln stellt die Evangelisten und Christus Salvator dar und bietet einen Einblick in die künstlerische Gestaltung des 17. Jahrhunderts.
  • Die Glocke aus dem Jahr 1926 befindet sich im Inneren und verweist auf die kontinuierliche Nutzung des Gebäudes trotz der längeren Ruinenphase.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Dornbuschkirche Hohenlubast

Die Dornbuschkirche Hohenlubast an der Dorfstraße ist ein historisches Juwel im Herzen des Ortes und ein lebendiges Zeugnis der regionalen Kirchengeschichte. Über Jahrzehnte hinweg lag sie als Ruine brach, doch seit ihrer Wiederentdeckung im Jahr 2010 erlebt sie eine besinnliche Renaissance. Die Kirche, die einst als zentraler Ort für das Gemeindeleben diente, verkörpert den Glauben und die Traditionen der Menschen, die hier über Generationen hinweg Geburt, Taufe, Leben und Sterben mit ihr verbanden.

Als eine der ältesten Kirchen des Landkreises Wittenberg vereint die Dornbuschkirche architektonische Besonderheiten verschiedener Epochen. Besonders bemerkenswert ist eine spätgotische Sakramentsnische, die an die spirituelle Tiefe vergangener Zeiten erinnert. Im Inneren beeindruckt ein prächtiger barocker Kanzelkorb, dessen drei Bildtafeln die Evangelisten und den Christus Salvator darstellen – ein künstlerisches Erbe, das bis heute die Andachten bereichert. Dazu gesellt sich eine Glocke aus dem Jahr 1926, deren Klang einst die Dorfgemeinschaft versammelte.

Nach einer langen Phase der Vernachlässigung wurde die Kirche 1997 an die Kommune Schköna übergeben, um ihre Erhaltung und Nutzung zu sichern. Doch trotz der Übergabe blieb sie der Kirchengemeinde verbunden, die sie als Ort der Gottesbegegnung und des gemeinsamen Gebets neu entdeckt hat. Heute ist sie ein Ort der Stille, an dem sich Geschichte und Gegenwart verbinden – ein Ort, an dem Menschen sich versammeln, um in der Ruine des Äußeren doch die Gegenwart Gottes zu spüren.

Die Dornbuschkirche Hohenlubast ist mehr als nur ein historisches Bauwerk: Sie ist ein Symbol für den unerschütterlichen Glauben der Dorfgemeinschaft und ein Ort der Besinnung. Hier finden sich Spuren vergangener Zeiten, doch gleichzeitig wird sie zum lebendigen Raum, in dem sich Menschen auf den Weg machen – sei es in Andachten, Trauerfeiern oder stillen Momenten der Andacht. Die Kirche lädt ein, die eigene Verbindung zum Glauben zu reflektieren und die Schönheit der sakralen Architektur zu würdigen.

Wer die Dornbuschkirche besucht, taucht in eine Welt ein, in der Zeit und Tradition aufeinandertreffen. Die barocken Schnitzereien, die gotische Nische und die alte Glocke erzählen Geschichten von Frömmigkeit und Gemeinschaft – Geschichten, die bis heute nachwirken. Die Kirche ist ein Ort der Begegnung, nicht nur mit Gott, sondern auch mit der eigenen Geschichte und der der Nachbarorte wie Schköna, die eng mit ihr verbunden sind.

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