Museum

Zentrum für Außergewöhnliche Museen

Marienplatz 11, 80331 München

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Zentrum für Außergewöhnliche Museen

Das Zentrum für Außergewöhnliche Museen (ZAM) war ein einzigartiges Kulturangebot in der Münchner Altstadt und vereinte sieben ungewöhnliche Museen unter einem Dach. Es bot Besuchern die Möglichkeit, Sammlungen zu entdecken, die weit abseits des Gewöhnlichen lagen. Darunter befanden sich das Tretauto-Museum, das Nachttopf-Museum, das Sisi-Museum sowie Museen zu Themen wie Ostern, Bourdalou, Parfumflakons, Schutzengel und Vorhängeschlösser. Diese Sammlungen spiegelten die Leidenschaft seines Gründers Manfred Klauda wider, der nicht nur Sammler, sondern auch Weltrekordhalter im Tretautofahren war.

Die Räumlichkeiten des Zentrums lagen in der Westenriederstraße im Herzen Münchens, direkt im Stadtteil Altstadt-Lehel. Die prägende Persönlichkeit hinter den Museen, Manfred Klauda, verstarb bei einem tragischen Autounfall. Daraufhin musste das Zentrum im Jahr 2005 schließen. Ein großer Teil der Sammlungsstücke verblieb im Familienbesitz, während andere Objekte an Museen und Privatpersonen weitergegeben wurden. So erwarb das Wiener Sisi-Museum rund 240 Exponate aus der ehemaligen Münchner Sammlung.

Das ZAM unterschied sich deutlich von klassischen Museen durch seine thematische Vielfalt und die persönliche Note, die der Gründer in jede Ausstellung legte. Es zog Besucher an, die auf der Suche nach Kuriositäten und außergewöhnlichen Geschichten waren. Die Präsentation der Exponate war geprägt von Individualität und Detailverliebtheit – ein Spiegelbild von Klaudas Vision, Kultur und Eigenart zu verbinden. Obwohl das Zentrum nicht mehr existiert, bleibt sein Erbe durch die verbliebenen Sammlungen und Erinnerungen an eine bemerkenswerte Institution in der Münchner Kulturlandschaft erhalten.

Heute befindet sich am ehemaligen Standort des Zentrums für Außergewöhnliche Museen das bekannte Kaufhaus LUDWIG BECK, das ebenfalls ein Wahrzeichen am Münchner Marienplatz darstellt. Es ist vor allem für seine exklusiven Marken, die umfangreiche Trachtenabteilung und die legendäre Musikabteilung bekannt. Das Einkaufserlebnis im LUDWIG BECK wird durch die historische Atmosphäre des Gebäudes bereichert, was einen spannenden Kontrast zur ehemaligen Nutzung als Museumsort bildet.

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