Museum

Münter-Haus

Kottmüllerallee 6, 82493 Murnau am Staffelsee

Highlights

  • Das Münter-Haus in Murnau zeigt 32 Gemälde und Fotografien von Gabriele Münter aus ihrem Nachlass, darunter viele erstmals präsentierte Werke.
  • 1999 wiederhergestellt im Originalzustand von 1909–1914, verbindet das Haus Kunst mit Volkskunst und außereuropäischen Einflüssen Münters.
  • Die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung verwaltet den Nachlass und zeigt regelmäßig unbekannte Werke der Malerin in Sonderausstellungen.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Münter-Haus.
  • Die originale Gestaltung des Hauses aus den Jahren 1909 bis 1914 bietet Einblicke in Münters persönlichen Lebensraum und künstlerischen Kontext.
  • Die Ausstellung zeigt Werke aus dem Nachlass der Künstlerin, darunter bisher selten gezeigte Gemälde und persönliche Objekte aus ihrem Alltag.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Münter-Haus Murnau: Kunstmuseum am Staffelsee

Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee ist ein bedeutendes kulturelles Juwel und das ehemalige Atelier der expressionistischen Malerin Gabriele Münter (1877–1962). Das Haus wurde zwischen 1909 und 1914 im ursprünglichen Zustand wiederhergestellt und beherbergt heute eine einzigartige Sammlung ihrer Werke sowie persönliche Gegenstände. Besonders hervorzuheben ist die enge Verbindung zur Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München, da Münter hier wichtige Teile ihrer Sammlung verschenkte – ein Beweis für ihre prägende Rolle in der Kunstgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

Das Münter-Haus ist nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein lebendiger Raum des Austauschs. Die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, die den Nachlass der Künstlerin verwaltet, setzt sich seit Jahrzehnten für die Verbreitung ihres Werkes ein. Regelmäßig finden hier Ausstellungen statt, die bisher unbekannte oder lange nicht gezeigte Gemälde präsentieren – etwa Werke aus den Jahren 1909 bis 1943, die sich thematisch mit Murnau, Volkskunst und persönlichen Inspirationen beschäftigen. Die Präsentationen sind stets thematisch fokussiert und zeigen die Bandbreite von Münters Schaffen, von Landschaftsbildern bis zu abstrakten Kompositionen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Münters Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen und Volkskunst, die für sie eine zentrale Inspirationsquelle darstellten. Die Ausstellungspolitik des Hauses widmet sich daher auch selten gezeigten Werken wie süddeutschen Votivtafeln, russischen Bilderbogen oder Objekten aus fernen Kulturen – eine direkte Anknüpfung an die Prinzipien des „Blauen Reiters“, der Bewegung, der Münter und Wassily Kandinsky angehörten. Zudem werden in Sonderprojekten bisher unveröffentlichte Textilarbeiten und Stickereien gezeigt, die Münter in Zusammenarbeit mit Kandinsky schuf, darunter auch eine seltene Malerei auf Stoff des Künstlers.

Das Münter-Haus ist barrierefrei zugänglich und bietet mit rollstuhlgerechtem Eingang und Parkplatz eine inklusive Erlebniswelt. Die Ausstellungen sind nicht nur für Kunstinteressierte, sondern auch für alle Besucher*innen ein einzigartiger Einblick in das Schaffen einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne. Durch die ständige Wechselpräsentationen bleibt das Haus ein dynamischer Ort, der Münters Werk neu interpretiert und einem breiten Publikum zugänglich macht – stets mit dem Ziel, ihre künstlerische Vision lebendig zu halten.

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