Bodendenkmal in Nabburg, #D-3-6539-0078
Highlights
- Das Bodendenkmal in Nabburg ist Teil der bayerischen Denkmalliste und unterliegt dem Denkmalschutzgesetz.
- Es befindet sich in der Gemarkung Nabburg und zeugt von der historischen Bedeutung der Region.
- Weitere Informationen sind beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege einsehbar.
Tipps
- Das Obertor aus dem Jahr 1565 ist ein sehenswertes historisches Stadttor am nordwestlichen Ausgang der Altstadt und Teil der gut erhaltenen Stadtmauer.
- Ein Spaziergang auf dem Zwingerrundweg ermöglicht einen Blick auf die historische Befestigungsanlage und bietet schöne Ausblicke über das Naabtal.
- Neben dem Obertor lohnt auch ein Besuch des Mähntors sowie der nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wie Rathaus, Pfarrkirche und Schlosshof.
Eigenschaften
Über Bodendenkmal in Nabburg, #D-3-6539-0078
Das Bodendenkmal in Nabburg mit der Kennung #D-3-6539-0078 ist ein archäologisch bedeutender Kulturpunkt im herzoglich gelegenen Nabburg, direkt im Landkreis Schwandorf. Als Teil der umfangreichen Liste der Bodendenkmäler Bayerns, die vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege verwaltet wird, repräsentiert es die reiche geschichtliche Schichtung der Region und dokumentiert ehemalige Siedlungsspuren sowie Bautraditionen vergangener Epochen. Die genaue Lage des Denkmals innerhalb der Gemarkung Nabburg unterstreicht die zentrale Rolle der Stadt als kulturhistorischer Knotenpunkt in der Oberpfalz.
Nabburg selbst ist eine mittelalterliche Stadt mit einer gut erhaltenen Befestigungsanlage, die durch den Zwingerrundweg erschlossen wird. Dieser Weg verläuft zwischen der doppelten Stadtmauer und führt an markanten Bauwerken wie dem Mähntor und dem Obertor vorbei – letzteres gilt als eines der stolzen Stadttore und wird noch heute als Durchfahrt genutzt. Die Stadtmauern, deren Ursprünge teilweise bis in die Zeit vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt im Jahr 929 zurückreichen, sind archäologisch und baugeschichtlich von hohem Wert. Im Zuge der Arbeiten am westlichen Zwingerweg wurden zudem karolingische Mauerreste freigelegt, die unter Denkmalschutz gestellt wurden.
Die Erhaltung und Erschließung dieser Kulturdenkmäler erfolgt unter Berücksichtigung archäologischer Funde, wie beispielsweise karolingische Gräber, die während der Sanierung des Zwingerweges ans Licht kamen. Diese Entdeckungen verdeutlichen die Bedeutung des Stadtgebiets als Siedlungsschwerpunkt über Jahrhunderte hinweg. Die Stadt Nabburg fungiert somit nicht nur als touristischer Anziehungspunkt, sondern auch als lebendiges Archiv untertägiger Spuren vergangener Kulturen. Die Kombination aus städtebaulicher Struktur, erhaltenen Toren, Wallanlagen und archäologischen Fundstellen macht den Standort zu einem lohnenswerten Ziel für Kultur- und Ausflugsinteressierte.
Die enge Verzahnung von Geschichte, Architektur und Natur wird besonders beim Rundgang auf dem Zwingerrundweg spürbar. Dieser verbindet auf knapp zwei Kilometern mehrere Rondelle, Ruhezonen und Aussichtspunkte und lädt dazu ein, die historische Stadtanlage hautnah zu erleben. Neben dem Denkmal #D-3-6539-0078 zählen auch das Alte Rathaus, der Castillon-Brunnen, die Stadtpfarrkirche sowie das Schmidt-Haus zu den kulturhistorischen Höhepunkten der Altstadt. Die Stadt bietet somit ein facettenreiches Bild mittelalterlicher Lebenswelt und regionaler Identität – sowohl oberirdisch sichtbar als auch unter der Erde bewahrt.