Wanderweg

Lennewehr Nachrodt

58769 Nachrodt-Wiblingwerde

Highlights

  • Lennewehr Nachrodt liegt am Nahmerbach, einem Nebenfluss der Lenne.
  • Das Gelände war historisch stark von Kaltwalz- und Drahtindustrie geprägt.
  • Naherholungsgebiet mit ehemaligen Industriebauten und dem Koenig-See.

Tipps

  • Besuchen Sie das ehemalige Lennewehr und die Schlossbrauerei entlang des Nahmerbachs, um industrielle Geschichte hautnah zu erleben.
  • Nutzen Sie den Nahmer Schweiz genannten Abschnitt des Nahmertals für ruhige Spaziergänge in abwechslungsreicher Landschaft.
  • Erkunden Sie die ehemaligen Industriebauten und Mühlen entlang des Bachlaufs zwischen Nachrodt-Wiblingwerde und Hohenlimburg.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Lennewehr Nachrodt

Die Lennewehr in Nachrodt-Wiblingwerde im südlichen Nordrhein-Westfalen ist ein historisch und landschaftlich bedeutsamer Ort entlang des Nahmerbaches, eines Nebenflusses der Lenne. Diese Gegend liegt im Tal des Nahmerbachtals, das aufgrund seiner reizvollen Natur und seiner ehemaligen industriellen Nutzung auch als „Nahmer Schweiz“ bekannt ist. Die Lennewehr selbst war einst Teil der regionalen Kaltwalzindustrie und zählt heute zu den ehemaligen Industriebauten, die an das industrielle Erbe der Region erinnern.

Der Nahmerbach entspringt in der Nähe der Ortschaft Waldstück, die zum Stadtteil Nachrodt-Wiblingwerde gehört, und fließt nordwestlich durch das Tal, wobei er die Gemeindegrenze zu Schalksmühle bildet, bevor er schließlich in die Lenne mündet. Auf seinem Verlauf durchquert der Bach ein Höhenprofil von rund 329 Metern und versorgte einst zahlreiche Hammerwerke, Mühlen und später auch moderne Industrieanlagen mit Wasser. Zu seinen Zuflüssen zählen unter anderem der Mesekendahler Bach, der Brenscheider Bach und der Kamer Siepen, um nur einige zu nennen.

Im direkten Umfeld der Lennewehr befanden sich einst wichtige Produktionsstätten der Metallverarbeitung. Neben der Lennewehr selbst zählen dazu die ehemalige Schlossbrauerei, das Walzwerk der Firma Giebel sowie verschiedene Hammerwerke, die bis ins 19. Jahrhundert hinein aktiv waren. Die Erzeugnisse dieser Betriebe belieferten unter anderem die aufstrebende Textilindustrie im benachbarten Wuppertal, für die präzise Metalldrähte und Stahlbänder von großer Bedeutung waren. Die Versorgung mit Rohstoffen und die Anbindung ans Eisenbahnnetz erfolgte unter anderem über die Hohenlimburger Kleinbahn.

Ein weiteres markantes Element der regionalen Industriegeschichte war der König-See, ein künstlich angelegter Stauteich am Lahmen Hasen, benannt nach dem Industriellen Heinrich König. Der Teich diente als Kühlwasserreservoir für die Firma WURAG und war früher ein beliebtes Naherholungsgebiet. Nach der Schließung des zugehörigen Werks im Jahr 1995 wurde der See abgelassen. Heute zeugt lediglich noch die Landschaft vom ehemaligen Gewässer.

Die Lennewehr liegt inmitten eines landschaftlich reizvollen Wandergebietes, das sowohl durch seine natürliche Ausstattung als auch durch die Spuren der Industriegeschichte besticht. Wanderwege entlang des Nahmerbaches führen vorbei an ehemaligen Fabrikstandorten, Mühlen und Walzwerken und bieten Einblicke in die Entwicklung der Region vom ländlichen Tal zur industriellen Schaltstelle. Die Gegend ist heute ein ruhiger Ort für Natur- und Kulturinteressierte, die sich auf ehemaligen Industriepfaden fortbewegen und die Geschichte des Nahmerbachtals auf eigene Faust erkunden können.

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