Elberberger Türmchen
Highlights
- Der 13 Meter hohe Rundturm verfügt über Spitzbogenfenster, eine Steintreppe und einen Ausblick auf Elberberg und das Elbtal.
- Errichtet 1825 als Unterkunft für einen Plantagenwächter, diente er später auch zur Aufbewahrung einer Waffensammlung.
Tipps
- Das Elberberger Türmchen ist besonders für Familien mit Kindern geeignet, da die Wendeltreppe und der Ausblick auf die Umgebung viel Erkundungsgeist wecken.
- Der Turm liegt im Naturpark Habichtswald und eignet sich gut als Zwischenstopp bei Wanderungen durch die schöne Landschaft um Naumburg.
- Im Inneren des Turms kann man auf Holzdielen stehen und durch vier Fenster den Ausblick auf Elberberg und das Elbtal genießen.
Eigenschaften
Über Elberberger Türmchen
Das Elberberger Türmchen steht in einem malerischen Seitenarm des Habichtswaldes, unweit des Stadtteils Elbenberg der hessischen Stadt Naumburg im Landkreis Kassel. Es handelt sich um einen ehemaligen Wachturm, der heute als Aussichtsturm genutzt wird und einen markanten Bezug zur nahegelegenen Burg Elberberg sowie zum klassizistischen Schloss aufweist. Der Turm befindet sich rund 40 Meter östlich des sogenannten Turmwegs und etwa 200 Meter östlich der Kreisstraße 111, die von Elbenberg nach Riede führt.
Der massiv gemauerte Rundturm ragt etwa 13 Meter hoch auf und ist mit einem Kegeldach versehen. Mit einem Durchmesser von 5,2 Metern bietet er auf jeder der drei Etagen Spitzbogenfenster, die ursprünglich mit Holzläden verschließbar waren. Über eine Steintreppe mit 23 Stufen gelangt man vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss, das heute als begehbare Aussichtsebene dient. Dieser Raum ist mit Holzdielen ausgelegt, verfügt über einen offenen Kamin und vier Fenster, die einen guten Rundblick über Elberberg und das Elbtal ermöglichen. Der Raum darüber ist nicht öffentlich zugänglich.
Der Turm entstand im Jahr 1825 als sogenanntes „Thurmhäuschen“ auf Veranlassung von Rudolph von Buttlar, eines einflussreichen Gutsbesitzers, Politikers und Forstwirts, der auch den Bau des nahegelegenen Schlosses Elberberg initiiert hatte. Ursprünglich diente das Türmchen als Unterkunft für den Wächter einer Kirschplantage. Später nutzte der Enkel des Erbauers, Hugo von Buttlar, den Turm, um Teile seiner umfangreichen Waffensammlung unterzubringen. Heute erinnert ein kleiner Infotext vor Ort an diese Nutzung.
Im Jahr 1987 wurde der Turm von der Stadt Naumburg auf 35 Jahre gepachtet und umfassend renoviert. Seit 1988 steht er der Öffentlichkeit während des Sommerhalbjahres als Aussichtsturm offen. Das Gelände rund um den Turm lädt zu Spaziergängen und Wanderungen ein und bietet eine ruhige Atmosphäre mit weitem Blick über die umliegende Landschaft. Besucher berichten von einer märchenhaften Stimmung, besonders für Kinder, die die Wendeltreppe und den Karmin im ersten Stock erkunden können.
Das Elberberger Türmchen ist ein kleiner, aber feiner kulturhistorischer Aussichtspunkt im Naturpark Habichtswald. Es verbindet landschaftliche Reize mit architektonischem Erbe die Aussicht über das Elbtal in Ruhe zu genießen. Obwohl der Zugang nicht zwingend erforderlich ist, bietet der Turm für Interessierte einen lohnenden Abstecher in die südöstliche Ecke von Naumburg.