Weinfelder Maar - Totenmaar
Highlights
- Das Weinfelder Maar entstand vor 30.000 Jahren durch eine vulkanische Dampfexplosion und ist 51 Meter tief.
- Es gilt als meromiktisches Gewässer und liegt auf 483,5 Metern Höhe im Naturschutzgebiet.
- Der Name „Totenmaar“ stammt vom nahegelegenen Friedhof mit einer Kapelle aus dem 14. Jahrhundert.
Tipps
- Rundwanderweg von etwa 1,5 km Länge lässt sich entspannt in 30 bis 60 Minuten bewältigen.
- Der Weg führt entlang des gesamten Sees mit Blick auf Obstwiesen und idyllische Naturlandschaft.
- Ein Abstecher zum Dronketurm lohnt sich für den Panoramablick über das Naturschutzgebiet.
Eigenschaften
Über Weinfelder Maar - Totenmaar
Das Weinfelder Maar, auch als Totenmaar bekannt, liegt im Ortsteil Schalkenmehren des Landkreises Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Es zählt zu den kleineren Maaren der Eifel, entstand jedoch vor vielen tausend Jahren durch eine vulkanische Dampfexplosion. Mit einer Länge von etwa 525 Metern und einer Breite von rund 375 Metern bildet es ein nahezu kreisrundes Becken, das heute zu den Naturschutzgebieten der Region gehört. Der See erstreckt sich auf einer Höhe von 483,5 Metern über Normalhöhennull und hat eine Tiefe von etwa 51 Metern. Aufgrund seiner speziellen Schichtung handelt es sich um ein sogenanntes meromiktisches Gewässer, dessen tiefere Wasserschichten keinen natürlichen Austausch mit der Oberfläche haben.
Der Name „Totenmaar“ leitet sich vom nahegelegenen Friedhof ab, der mit einer kleinen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert verbunden ist. Diese Kapelle war einst Teil der ehemaligen Pfarrkirche des im 16. Jahrhundert aufgegebenen Dorfes Weinfeld, das aufgrund der Pest verlassen wurde. Die Friedhofsanlage wird heute von der Gemeinde Schalkenmehren weitergeführt. Im Eingangsbereich der Kapelle finden sich verschiedene Danksagungen und Widmungen, die Zeugnis von der andauernden Nutzung des Ortes geben. Der friedhofsnahe Charakter des Sees spiegelt sich auch in der Volkskunde wider, die verschiedene Sagen um das Totenmaar ranken lässt.
Eine Sage erzählt von einem einstigen Schloss, das samt seinen Bewohnern im Erdreich verschwand und an dessen Stelle der See entstand. Lediglich das Kind des Grafen wurde in einer Wiege ans Ufer getragen. Aus Dankbarkeit dafür errichtete der Graf eine Kapelle, die bis heute erhalten geblieben ist. Eine weitere Sage verbindet den Namen mit der Entstehung einer Quelle, die das Pferd des Grafen durch Scharrung freilegte. Diese Quelle wird als Zeichen der Rettung und des Segens betrachtet. Auch der Eifelmaler Richard Franzen widmete dem Maar ein Gedicht, das die mystische Atmosphäre des Ortes einfängt.
Das Weinfelder Maar ist von einem aus Tuffstein bestehenden Wall umgeben, der im Westen und Süden höher ist als im Norden und Osten. Auf diesem Wall erheben sich der Mäuseberg und das Maarkreuz, die zusätzliche Aussichtspunkte bieten. Der Rundweg um den See ist etwa 1,5 Kilometer lang und kann in einer halben bis ganzen Stunde entspannt bewältigt werden. Gäste loben die idyllische Lage des Sees, die Obstbäume entlang des Weges sowie die ruhige und naturnahe Umgebung. Ein Abstecher zum sogenannten Dronketurm ist eine beliebte Ergänzung der Wanderung. Der See selbst ist nicht zum Baden freigegeben, was zur Erhaltung des Naturschutzgebiets beiträgt.