Kirche/Kloster

Wallfahrtskirche Maria Trost

Maria-Trost-Allee 100, 87484 Nesselwang

Tipps

  • Die Wallfahrtskirche Maria Trost liegt oberhalb von Nesselwang und ist nur zu Fuß erreichbar, idealerweise über den Weg von der Albspitzbahn.
  • Ein Spaziergang durch den Wald mit 13 Stationen führt angenehm zur Kirche und eignet sich gut für eine besinnliche Wallfahrt.
  • Die barocke Kirche befindet sich auf 1123 Metern Höhe in einer Waldlichtung und bietet einen schönen Ausblick ins Tal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Wallfahrtskirche Maria Trost

Die Wallfahrtskirche Maria Trost befindet sich oberhalb des Ortes Nesselwang im Landkreis Ostallgäu in Bayern. Auf einem Hügel des Alpspitzes, etwa 1123 Meter über dem Meeresspiegel, thront die barocke Kirche in einer malerischen Waldlichtung. Umgeben vom dichten Tannen- und Buchenwald ist sie nur zu Fuß erreichbar, was ihren Wallfahrtcharakter unterstreicht und den Besuch zu einer besinnlichen Pilgerreise macht. Vom nahegelegenen Parkplatz der Albspitzbahn aus führt ein angenehmer Weg durch den Wald vorbei an mehreren Stationen zur Kirche.

Die Geschichte der Wallfahrtskirche geht auf ein wundertätiges Gnadenbild der Mutter Gottes zurück, das erstmals um den Brand von 1633 in der Region auftauchte. Nachdem es unbeschadet aus den Trümmern geborgen worden war, wurde es zunächst in einer Schlosskapelle verehrt. Später gelangte es auf den Plainberg, wo es öffentlich aufgestellt wurde und rasch eine große Anhängerschaft fand. Bereits 1658 wurde eine einfache Holzkapelle errichtet, die bald durch eine gemauerte Kirche ersetzt wurde. Mit der Zeit wuchs die Zahl der Pilger, und so konnte der Kirchenbau im Laufe der Jahrzehnte erweitert werden. Die heutige barocke Kirche wurde 1725 geweiht.

Die Ausstattung der Kirche beeindruckt durch kunstvolle Stuckarbeiten, prachtvolle Seitenaltäre und eine kunstreich gestaltete Kanzel, die zwischen 1759 und 1770 entstanden sind. Besonders bemerkenswert ist die Deckenfreske, die den Psalm 121 zitiert: „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.“ Auch das Gnadenbild selbst hat eine bewegte Geschichte: Ursprünglich mehrfach übermalt, um es anderen Marienbildern anzugleichen, ist es heute ein eigenständiges Zeugnis der Frömmigkeit und Hingabe früherer Generationen. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und wurde zuletzt 2019 nach einer umfassenden Renovierung feierlich wiedereröffnet.

Die Wallfahrtskirche Maria Trost ist bis heute ein wichtiger Ort der Andacht und Begegnung. Neben der Kirche befindet sich eine zweigeschossige Einsiedelei, die als Unterkunft für Pilger und Besucher dient. Die herzliche Atmosphäre, die ruhige Lage und der beeindruckende Ausblick ins Tal machen sie zu einem empfehlenswerten Ausflugsziel für alle, die auf der Suche nach Ruhe, Spiritualität und kulturellem Erbe sind. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,5 von 5 Sternen bei fast sechzig Bewertungen zählt sie zu den besonders geschätzten Sakralbauten der Region.

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