Parks & Gärten

Jägerwiese und Eltershausen

57334 Bad Laasphe

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Jägerwiese und Eltershausen in Bad Laasphe umfasst 26,2 Hektar und schützt Feucht- und Nasswiesen.
  • Erhalten werden sollen unter anderem Pfeifengraswiesen, Berg-Mähwiesen und Lebensräume gefährdeter Tierarten.
  • Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebiets 'Rothaarkamm und Wiesentäler' und bildet einen Ausbreitungsraum für Feuchtgrünland.

Tipps

  • Das Gelände umfasst Feucht- und Nasswiesen sowie naturnahe Bachabschnitte, ideal für Beobachtungen gefährdeter Arten.
  • Besucher finden hier Lebensräume wie Pfeifengraswiesen und Hochstaudenfluren, die zum Schutz seltener Pflanzen und Tiere dienen.
  • Das NSG liegt im Tal des Eltershäuser Baches und umfasst das Seitental des Litzelbaches mit Quellbereichen und Waldbinsensümpfen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Jägerwiese und Eltershausen

Das Naturschutzgebiet „Jägerwiese und Eltershausen“ liegt im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein. Es erstreckt sich über ein Tal des Eltershäuser Baches und dessen Seitental, den Litzelbach, und umfasst eine Fläche von rund 26,2 Hektar. Das Gebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt und zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Region. Es ist Teil des umfangreichen FFH-Gebietes „Rothaarkamm und Wiesentäler“ und eng mit dem südwestlich angrenzenden Naturschutzgebiet „Oberes Lahntal“ verknüpft, was ihm eine wichtige Funktion im landesweiten Biotopverbund verleiht.

Im Fokus des Schutzes stehen vielfältige, feuchtgrüne Lebensräume, darunter extensiv genutzte Feucht- und Nasswiesen, Pfeifengraswiesen, Berg-Mähwiesen sowie feuchte Hochstaudenfluren und naturnahe Bachabschnitte. Typische Pflanzengesellschaften wie Waldsimsen-Quellwiesen, Sumpfdotterblumenwiesen und Schnabelseggenbestände prägen das Landschaftsbild. Diese Flächen beherbergen auch verschiedene gefährdete Arten des Mager-, Feucht- und Nassgrünlandes. Der Erhalt dieser Biotope ist eng mit der Erhaltung der landschaftlichen Eigenart und Schönheit des Gebietes verbunden.

Das Areal gliedert sich in verschiedene Schutzzonen, darunter Waldflächen, Bereiche mit Sonderregelungen zur Grünlandbewirtschaftung sowie spezielle Schutzflächen für brütende Vögel. Zu den artenreichen Lebensräumen zählen unter anderem Borstgrasrasen auf Silikatböden sowie Pfeifengraswiesen auf kalkreichen und tonig-schluffigen Böden. Die Bäche im Gebiet sind größtenteils begradigt, dennoch gelten sie als Lebensraum für verschiedene Fischarten wie Groppe und Bachneunauge. Auch Vögel von gemeinschaftlichem Interesse wie der Schwarzblaue Ameisenbläuling, der Eisvogel oder der Rotmilan finden hier geeignete Lebensbedingungen.

Die überwiegende Nutzung des Gebietes erfolgt als Grünlandnutzung, wobei auf vielen Flächen eine intensive Bewirtschaftung als Rotationsweide oder Mähweide stattfindet. Dennoch konnten stellenweise artenreiche Strukturen erhalten bleiben, insbesondere entlang von Wegesäumen und Böschungen. Um die Schutzziele langfristig zu gewährleisten, ist eine extensive Bewirtschaftung der Flächen unabdingbar. Diese trägt dazu bei, die typischen Lebensgemeinschaften zu erhalten und gegebenenfalls wiederherzustellen.

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