Die Hardt westlich Holzmühlheim
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Die Hardt westlich Holzmühlheim schützt einen orchideenreichen Kalkbuchenwald und einen ehemaligen Steinbruch.
- Lebensräume gefährdeter Arten wie der Wildkatze und seltener Pflanzen werden erhalten.
- Das 7,9 Hektar große Gebiet ist seit 1990 rechtswirksam geschützt und Teil eines regional bedeutsamen Biotopverbunds.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet ist besonders wegen seines orchideenreichen Kalkbuchenwaldes und des offenen Steinbruchs schützenswert.
- Auf dem Gelände sind seltene Pflanzen- und Tierarten wie die Wildkatze zu finden, die es zu schonen gilt.
- Der Besuch sollte möglichst rücksichtsvoll erfolgen, um die empfindlichen Biotope und Lebensräume nicht zu stören.
Eigenschaften
Über Die Hardt westlich Holzmühlheim
Das Naturschutzgebiet „Die Hardt westlich Holzmühlheim“ liegt im Ortsteil Hümmel des Landkreises Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Es erstreckt sich südwestlich des Ortes Holzmühlheim und gehört zu den landschaftlichen und ökologischen Schutzgebieten der Region. Das rund 8 Hektar große Areal wird durch ein abwechslungsreiches Mosaik aus Kalkbuchenwald, Magerrasen und einem ehemaligen Kalksteinbruch geprägt. Die Fläche wurde offiziell unter dem Schutzstatus „Naturschutzgebiet“ (NSG) gestellt und ist Teil eines regional bedeutsamen Biotopverbundes.
Im Zentrum des Schutzgebiets steht ein aufgelassener Steinbruch mit einer etwa zehn Meter hohen, nur spärlich bewachsenen Steilwand. Am Fuße des Hanges hat sich eine Gebüschanflur aus Salweide, Esche, Weißdorn, Rosen und Besenginster etabliert. Die Krautschicht des angrenzenden Hangwaldes ist besonders artenreich und wird dominiert von Huflattich. Unterhalb des Hanges erstreckt sich ein Magerrasen, der stellenweise kleinflächig und kalkliebend strukturiert ist. Aufgrund der vielfältigen Strukturen bieten die offenen Bereiche des NSG Lebensraum für verschiedene Schmetterlings-, Hautflügler- und Heuschreckenarten.
Das Schutzziel des Gebiets umfasst unter anderem den Erhalt des orchideenreichen Kalkbuchenwaldes sowie die Pflege des ehemaligen Steinbruchs als ökologisch wertvollen Sonderstandort. Der Buchenwald entwickelt sich hier als Hangwald auf mitteldevonischem Kalk und zeigt stellenweise einen hohen Anteil an Eichen. Neben der Erhaltung seltener Pflanzen- und Tierarten spielt auch die geowissenschaftliche Bedeutung eine Rolle. Im NSG finden sich zudem Lebensräume der Wildkatze, insbesondere entlang von Bachtälern als Wanderkorridore innerhalb des Verbreitungsgebietes. Die Biotoptypen umfassen unter anderem Buchenwald trockenwarmer Standorte sowie Halbtrockenrasen.
Die Vegetation des Naturschutzgebiets wird durch verschiedene seltene und standorttypische Pflanzenarten geprägt, darunter Berg-Klee, Hufeisenklee, Fliegen-Ragwurz, Grüne Waldhyazinthe und Gewöhnliches Leinkraut. Faunistisch wurden unter anderem der Waldlaubsänger und der Habicht nachgewiesen. Die Erhaltung und Optimierung dieser Lebensräume steht im Fokus der Schutzmaßnahmen. Eine weitere Beanspruchung des Gebiets, etwa durch Steinbruchbetrieb, ist ausgeschlossen. Das NSG trägt somit zur Erhaltung der regionalen Biodiversität und zur Stabilisierung des Biotopverbundes in der Region bei.