Oberer Breyeller See
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Oberer Breyeller See ist ein eutropher See mit Verlandungszonen und Bruchwald, der als Teil des Biotopverbundsystems 'Nettetal und Netteseen' geschützt ist.
- Besucher sollten die naturnahen Uferbereiche schonen und auf gekennzeichneten Wegen bleiben, um Röhrichtflächen und Brutplätze geschützter Wasservögel nicht zu stören.
- Der See liegt südlich der Autobahn A 61 nahe der Anschlussstelle Nettetal und ist über regionale Rad- und Wanderwege gut erreichbar.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG am Oberen Breyeller See in Nettetal
Das Naturschutzgebiet „Oberer Breyeller See“ befindet sich im nordrhein-westfälischen Nettetal im Kreis Viersen. Es zählt zu den geschützten Landschaftsflächen des Bundeslandes und wurde aufgrund seiner ökologischen Bedeutung ausgewiesen. Mit einer Fläche von etwa 3,03 Hektar erstreckt sich das Gebiet südlich der Anschlussstelle „Nettetal“ der Bundesautobahn 61 und bildet einen östlichen Teil des größeren Breyeller Seesystems.
Das Schutzgebiet umfasst ein typisches Stillgewässer mit angrenzenden Verlandungszonen und Feuchtlebensräumen, die im niederrheinischen Tiefland charakteristisch sind. Im Zuge der ökologischen Entwicklung wurde auf dem Gelände unter anderem auf eine naturnahe Gewässerbewirtschaftung Wert gelegt. Besondere Schutzmaßnahmen gelten für die Röhrichtzonen, die als Brut- und Nahrungsbiotope für Wasservögel von hoher Bedeutung sind. In diesen Bereichen gilt ein eingeschränktes Betretungsverbot, um die empfindlichen Lebensräume zu erhalten.
Die Vegetation im und um den Oberen Breyeller See wird geprägt von Schwarzerlen- und Erlenbruchwäldern sowie von Pappelbeständen im östlichen Uferbereich. Feuchte Zonen mit Schilf- und Seggenröhricht wechseln dabei ab mit trockeneren Waldflächen, in denen Eichen und Birken dominieren. Diese Vielfalt an Biotoptypen trägt zur Artenvielfalt bei und macht das Gebiet zu einem wichtigen Element des regionalen Biotopverbundes „Nettetal und Netteseen“. In diesem Zusammenhang fungiert der See auch als Trittstein im landesweiten und europäischen Naturverbund.
Das Naturschutzgebiet dient nicht nur dem Schutz von Natur und Landschaft, sondern hat auch eine lokale Erholungsfunktion. Es lädt zur Naturbeobachtung und zum Erleben der regionalen Artenvielfalt ein – unter Wahrung der Schutzbestimmungen. Neben der Erhaltung des Naturhaushalts zielt der Schutzstatus darauf ab, die Schönheit und Vielfalt der Landschaft langfristig zu bewahren und Lebensräume seltener Arten zu sichern.