Archiv Bildende Kunst MSE (ABK MSE)
Highlights
- Das ABK MSE bewahrt als einzigartiges Landesarchiv Kunstnachlässe mit Werken, Skizzen und Dokumenten zur regionalen Kunstgeschichte.
- Mit Werkdepot und Ausstellungsprogramm fördert das ABK MSE die Sichtbarkeit regionaler Kunsttraditionen und gesellschaftlicher Reflexionen.
Tipps
- Der Besuch des Archivs Bildende Kunst Mecklenburgische Seenplatte ermöglicht Einblicke in regionale künstlerische Nachlässe und deren historische Kontexte.
- Ausstellungen wie ‚Lebenszeichen‘ verbinden persönliche Lebenswege von Künstlerinnen und Künstlern mit gesellschaftlichen oder naturbezogenen Themen.
- Ein Werkdepot des Archivs stellt ausgewählte Werke aus Nachlässen bereit, die die künstlerische Entwicklung im regionalen Kontext dokumentieren.
Eigenschaften
Kunstarchiv Neubrandenburg: ABK MSE entdecken
Das Archiv Bildende Kunst Mecklenburgische Seenplatte (ABK MSE) in Neubrandenburg ist ein einzigartiges kulturelles Zentrum, das sich der Bewahrung und Präsentation regionaler Kunsttraditionen widmet. Als erstes Archiv seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern sammelt, archiviert und stellt es künstlerische Nachlässe sowie Werke lokaler Künstler:innen aus. Im Gegensatz zu klassischen Museen oder Sammlungen liegt der Fokus nicht auf einer vollständigen Werkauswahl, sondern auf einer repräsentativen Auswahl von fünf bis zehn Prozent eines Nachlasses. Diese Auswahl soll die persönliche Entwicklung der Künstler:innen im Kontext ihrer Zeit dokumentieren und umfasst Skizzen, Entwürfe, abgeschlossene Werke sowie schriftliche Dokumente.
Das Archiv wurde mit dem Ziel gegründet, die künstlerische Vielfalt der Region sichtbar zu machen und gleichzeitig als Werkdepot zu dienen, aus dem regelmäßig Ausstellungen im öffentlichen Raum entstehen. Die ehrenamtlich tätigen Initiativgruppen und der Landkreis als Träger arbeiten dabei eng zusammen, um diese Schätze zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der präsentierten Werke, die nicht nur individuelle Lebenswege, sondern auch gesellschaftliche, historische und naturbezogene Themen reflektieren.
Ein zentrales Konzept des ABK MSE ist die Ausstellungsreihe „Lebenszeichen“, die sich durch ihre persönliche und nachhaltige Herangehensweise auszeichnet. Jede Ausstellung verbindet ausgestellte Werke mit Gesprächen, Erinnerungen und einem Austausch über die regionale Kunstgeschichte. Bekannte Künstler:innen wie Otto Sander Tischbein, Karlheinz Wenzel oder Joachim Lautenschläger wurden bereits in dieser Reihe gewürdigt, wobei Laudationen von renommierten Persönlichkeiten wie Dr. Simone Tippach-Schneider oder Regina Erbentraut die Bedeutung ihrer Werke unterstreichen. Die Reihe zeigt, wie Kunst als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen fungiert und gleichzeitig individuelle Perspektiven einbringt.
Aktuell präsentiert das Archiv das Schüler-Künstlerprojekt „BEGEGNUNGEN – ALS LEBENSZEICHEN“, das junge Talente mit etablierten künstlerischen Traditionen verbindet. Die Ausstellung lädt dazu ein, kreative Prozesse zu erkunden und zeigt, wie Kunst als lebendiges Zeichen des regionalen Erbes verstanden wird. Durch die enge Verbindung von Archivarbeit, Ausstellungen und öffentlichem Dialog schafft das ABK MSE nicht nur einen Ort der Erinnerung, sondern auch einen Raum für aktiven kulturellen Austausch.
Das Archiv Bildende Kunst MSE ist somit ein unverzichtbarer Beitrag zur kulturellen Landschaft Neubrandenburgs und der gesamten Mecklenburgischen Seenplatte. Es verbindet historische Verantwortung mit zeitgenössischer Relevanz und beweist, dass Kunst nicht nur in Galerien, sondern auch in Archiven lebendig bleibt – als Dokument, als Inspiration und als Brücke zwischen Generationen.