Kirche/Kloster

St. Laurentius

Kirchplatz 1, 74861 Neudenau

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Laurentius in Neudenau ist eine barocke Kirche aus dem Jahr 1742 mit einem 44 Meter hohen, spätgotischen Turm.
  • Die Kirche liegt zentral am nördlichen Ufer der Jagst und ist barrierefrei erreichbar.

Tipps

  • Eintritt nur während der Öffnungszeiten der Kirche möglich, Bargeld sollte dabei sein
  • Parkplatz begrenzt, früh anreisen für beste Lage
  • Mit Voranmeldung ist eine Führung durch die Kirche möglich

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kulturvolle Ausflüge in Neudenau: Sakralbau St. Laurentius

Die Pfarrkirche St. Laurentius in Neudenau zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im nördlichen Baden-Württemberg und präsentiert sich als barockes Gotteshaus mit einer wechselvollen Geschichte. Erstmals urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit der Burganlage und der städtischen Entwicklung des Ortes im Mittelalter, hat die Kirche mehrere Bau- und Umgestaltungsphasen durchlaufen. Der heutige Kirchenbau aus dem 18. Jahrhundert greift dabei auf einen spätgotischen Vorgänger zurück, dessen 44 Meter hoher Turm bis heute Bestandteil des Ensemble ist. Die Kirche liegt auf einer Anhöhe am nördlichen Ufer der Jagst und bildet das kulturelle und historische Zentrum des Orts. Der Kirchenkomplex selbst ist geprägt von barocker Architektur und detailreicher Innenausstattung. Das Langhaus wird von einer flachen Decke überspannt, während der Chor im Osten den liturgischen Fokus bildet. Im Inneren dominieren Stuckarbeiten, die sowohl dekorative als auch strukturelle Elemente schaffen – an Triumphbögen, Fensterstürzen und an der Brüstung der zweigeschossigen Empore im Westen. Diese Empore ist über seitlich am Turm angebaute Treppentürme erreichbar, die in späterer Zeit hinzugefügt wurden. Im Untergeschoss des Westturms befindet sich eine Eingangshalle, die den Zugang zum Kirchenschiff erleichtert. Außenräume schmücken religiöse Figuren und Denkmäler, darunter eine auffällige Mariengrotte sowie eine Kreuzigungsgruppe an der Nordwand. Die Geschichte der Kirche ist eng verknüpft mit der Entwicklung der Region und der kirchlichen Struktur des Mittelalters. Bereits in der Spätgotik wurden mehrere Altarstiftungen und Pfründen eingerichtet, darunter die Liebfrauenpfründe und ein Katharinenchor. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche immer wieder umgebaut und erweitert. Ein langwieriger Streit zwischen der Kirchengemeinde und dem Stift Wimpfen verzögerte den barocken Neubau Anfang des 18. Jahrhunderts, der schließlich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts geplant und von Georg Philipp Wenger ausgeführt wurde. Die Weihe erfolgte einige Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten. In jüngerer Zeit wurde die Außenfassade umfassend saniert, wodurch das Erscheinungsbild der Kirche erneuert und erhalten wurde. Heute steht die St. Laurentiuskirche als Teil der Seelsorgeeinheit Billigheim-Neudenau-Schefflenz im Dekanat Mosbach-Buchen der Erzdiözese Freiburg und bleibt ein Ort der Andacht wie auch der kulturellen Begegnung. Ihre architektonische Ausstrahlung und die historische Tiefe machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Interessierte der Sakralbaukunst und Regionalgeschichte. Die Kirche lädt mit ihrer ruhigen Lage und dem offenen Charakter sowohl zur Besinnung als auch zur Erkundung ein.

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Häufige Fragen zu St. Laurentius

Wann wurde die heutige Pfarrkirche St. Laurentius in Neudenau erbaut?
Die heutige barocke Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1742 fertiggestellt. Sie folgte einem gotischen Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Zu welcher Seelsorgeeinheit gehört die Pfarrkirche St. Laurentius in Neudenau?
Die Pfarrkirche St. Laurentius gehört zur Seelsorgeeinheit Billigheim-Neudenau-Schefflenz im Dekanat Mosbach-Buchen der Erzdiözese Freiburg. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte das Stift Wimpfen für die Kirche St. Laurentius?
Das Stift Wimpfen übernahm 1276 das Zehntrecht von Kloster Amorbach und war bis ins 18. Jahrhundert an Bau und Pflege der Kirche beteiligt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia