Kirche/Kloster

Heilig Kreuz Pfarramt, Pfr. Spingler

Welserstraße 3, 91522 Ansbach

Highlights

  • Heilig Kreuz Pfarramt Ansbach: Barocke Ausstattung (1623) mit Kreuz aus Brenck-Werkstatt und Reliquie seit 1484.
  • Neugotischer Umbau (19. Jh.) durch Stadtbaumeister Weiß; Sakristei und Altargeräte von Friedrich Bischoff.
  • Rollstuhlgerechter Parkplatz; gotisches Portal mit Stabwerk und Maßwerkfenster in Ansbacher Tradition.

Tipps

  • Der barocke Altar aus dem 17. Jahrhundert zeigt handwerkliche Meisterleistungen der Werkstatt von Georg Brenck und wirkt als zentrales Kunstwerk im Innenraum.
  • Die neugotische Empore beherbergt eine Orgel von 1981, die von der Orgelbaufirma Weigle gebaut wurde und als akustisches Highlight dient.
  • Die gotischen Maßwerkfenster variieren in ihrer Gestaltung und verleihen der Kirche einen charakteristischen, historischen Stil.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Ansbach: Heilig Kreuz Pfarramt Pfr. Spingler

Das Heilig Kreuz Pfarramt, Pfr. Spingler in Ansbach ist ein historisch bedeutsames Sakralgebäude, das über Jahrhunderte hinweg von prägenden Umgestaltungen zeugt. Die Kirche, ursprünglich als „capella sanctae crucis extra muros“ außerhalb der Stadtmauern errichtet, diente als Friedhofskirche und war eng mit der Verlegung des Johannisfriedhofs vor die Stadt verbunden – eine Maßnahme, die im 17. Jahrhundert der Seuchengefahr entgegenwirken sollte.

Besonders auffällig ist die barocke Ausstattung, die im Jahr 1623 durch Spenden erneuert wurde. Ein zentrales Kunstwerk ist das große barocke Kreuz unter der Orgelempore, das vermutlich aus der Werkstatt des renommierten Bildhauers Georg Brenck stammt. Auch ein Altar aus dem Jahr 1624, gestiftet von Georg Berück von Windsheim, verweist auf die Verbindung zur nahegelegenen Stadt Windsheim und den barocken Stil dieser Epoche. Die Originalfiguren von Adam und Eva aus dieser Zeit fanden später ihren Weg in ein Wiener Museum.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Kirche eine neugotische Umgestaltung durch den Ansbacher Stadtbaumeister Weiß. Der neugotische Altar, geschaffen vom Maler Friedrich Bischoff, sowie die Sakristei und Altargeräte prägen seither das Innere. Die gotische Portalarchitektur mit Stabwerk und die differenziert gestalteten Maßwerkfenster spiegeln den Übergang zwischen den Stilen wider. Besonders hervorzuheben ist das Vortragekreuz aus dem 19. Jahrhundert sowie die neugotische Empore, auf der sich eine Orgel von 1981 der Orgelbaufirma Weigle befindet.

Das Heilig Kreuz Pfarramt lädt mit seiner Mischung aus barocken, neugotischen und gotischen Elementen zu einer Reise durch die Kirchenkunstgeschichte ein. Die Kirche bietet nicht nur architektonische und künstlerische Highlights, sondern auch einen Einblick in die historische Entwicklung Ansbachs – von der mittelalterlichen Friedhofskirche bis zur barocken und neugotischen Prägung. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für sakrale Baukunst und regionale Geschichte begeistern.

Für Besucher mit Mobilitätsbedarf steht ein rollstuhlgerechter Parkplatz zur Verfügung, was den Zugang zu diesem kulturellen Juwel erleichtert. Die Kirche steht als lebendiges Zeugnis des Glaubens und der Kunstgeschichte in Ansbach und ist ein Ort der Stille und Reflexion.

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