St. Anna Kirche
Highlights
- Sie wurde nach Plänen des Architekten Wilhelm Rincklake errichtet, inspiriert von frühromanischen Kirchen wie dem Mariendom in Andernach.
- Die heutige Orgel der Kirche verfügt über 60 Register auf vier Manualwerken und ist eines der größten Instrumente der Region.
Tipps
- Eintritt zur St. Anna Kirche in Neuenkirchen ist kostenfrei möglich, Spenden sind willkommen.
- Die Kirche verfügt über einen barrierefreien Zugang, ist aber größtenteils historisch geprägt.
- Führungen sind bei Interesse vorab mit der Gemeinde abzustimmen, um individuelle Besichtigung zu ermöglichen.
Eigenschaften
St. Anna Kirche in Neuenkirchen - Sehenswürdigkeit mit historischem Charme
Die St. Anna Kirche in Neuenkirchen im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist eine beeindruckende katholische Pfarrkirche und zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Region Vestische. Als weithin sichtbares Wahrzeichen überragt sie alle anderen Gebäude der Gemeinde und prägt mit ihrer monumentalen Architektur das Stadtbild. Die Kirche wurde zwischen 1896 und 1899 unter Pfarrer Bernhard Bette errichtet und am 27. September 1899 durch Bischof Hermann Dingelstad von Münster geweiht. Verantwortlich für den Entwurf war der Architekt Wilhelm Rincklake aus Münster, der sich bei seinem Entwurf vom Stil der Neuromanik inspirieren ließ. Bautechnisch orientierte sich Rincklake an den frühromanischen Kirchen des Rheinlands. Ein deutliches Vorbild war der Mariendom in Andernach, insbesondere in der Gestaltung der Doppelturmfassade. Am selben Standort hatten sich bereits mindestens zwei Vorgängerbauten befunden, deren ältester auf das Jahr 1247 zurückging. Die heutige Kirche ist als Basilika mit Querschiff konzipiert, verfügt über zwei Türme an der Nordseite sowie einen auffallenden Vierungsturm in Form eines Oktogons. Von 2009 bis 2019 wurde das Gebäude im Zuge umfangreicher Restaurierungsarbeiten aufwendig saniert, da sich Risse im Putz gebildet hatten. Ein besonderes Highlight der St. Anna Kirche ist ihre Orgel. Bereits 1723 ist eine erste Orgel urkundlich nachgewiesen, die jedoch 1742 bei einem Brand zerstört wurde. Ein Nachfolgeinstrument aus dem 19. Jahrhundert konnte den Kirchenraum nicht angemessen füllen. 1911 entstand schließlich unter dem Orgelbauer Friedrich Fleiter eine neue Orgel mit 51 Registern. Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1957 und wurde von der Orgelbaufirma Romanus Seifert & Sohn aus Kevelaer erbaut. Dabei wurden weitgehend die Register der Vorgängerorgel wiederverwendet. 1998 erfolgte eine umfassende Renovierung, bei der ein viertes Manual hinzugefügt wurde. In den Jahren 2018 und 2019 wurde die Orgel im Rahmen einer weiteren Restaurierung um drei zusätzliche Register erweitert und digitalisiert. Ein neuer Spieltisch, ursprünglich aus der Kirche St. Dionysius in Rheine, wurde überarbeitet und integriert. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme beliefen sich auf 245.000 Euro, wobei das Bistum Münster 150.000 Euro übernahm. Mit über 4000 Pfeifen gehört die Orgel heute zu den größten und wertvollsten Instrumente im Bistum Münster. Die Koppeln der Orgel umfassen unter anderem Normalkoppeln zwischen den Manualen I/II, II/III sowie IV/I. Die St. Anna Kirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Zentrum von großer historischer und architektonischer Bedeutung. Ihre prächtige Orgel, die beeindruckende Architektur und die sorgfältige Restaurierung machen sie zu einem lohnenswerten Besuch für Kirchenmusikliebhaber, Architekturinteressierte und alle, die die sakrale Baukunst des 19. Jahrhunderts schätzen.
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Häufige Fragen zu St. Anna Kirche
Wann wurde die St.-Anna-Kirche in Neuenkirchen erbaut?
Quelle: wikipedia
Welchem Bistum gehört die St.-Anna-Kirche an?
Quelle: wikipedia
Welche Stilrichtung hat die St.-Anna-Kirche?
Quelle: wikipedia
Wie viele Register hat die heutige Orgel in der St.-Anna-Kirche?
Quelle: wikipedia