Denkmal/Gedenkstätte

Stift Berentrop

58809 Neuenrade

Highlights

  • Das Prämonstratenserstift Berentrop entstand im 13. Jahrhundert und wurde 1356 zum Priorat unterstellt.
  • Nach der Reformation um 1615 verlor es seine geistliche Funktion und wurde an weltliche Pächter vergeben.
  • 1806 wurde das Anwesen verkauft und diente später als Wohnheim für Jugendliche in einer Ausbildungswerkstatt.

Tipps

  • Das Stift Berentrop ist heute Privatbesitz und nur zu Fuß erreichbar.
  • Die historische Klosteranlage liegt abseits im Wald und bietet keine öffentlichen Führungen.
  • Ein Besuch lohnt sich für Interessierte an mittelalterlicher Geschichte und stillgelegten Klosterruinen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Stift Berentrop in Neuenrade entdecken

Das Stift Berentrop in Neuenrade ist ein geschichtsträchtiges Kulturdenkmal im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich als Prämonstratenserstift im Mittelalter gegründet, entwickelte es sich im Laufe der Jahrhunderte von einer kirchlichen Einrichtung zu einem weltlich genutzten Anwesen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Stift um das Jahr 1220, als es im Zusammenhang mit dem Kloster Flechtdorf in einer Urkunde auftauchte. In dieser Zeit erhielt es unter anderem die Pfarrkirche in Werdohl sowie verschiedene Höfe in der Region als Lehen übertragen.

Im 13. Jahrhundert wurde das Stift durch Propsteien und eine Reihe von Klerikern verwaltet, darunter auch ein Prior, ein Subprior und weitere kirchliche Funktionsträger. Ab dem 14. Jahrhundert unterstand es dem Priorat des Klosters Scheda. Mit der Einführung der Reformation im frühen 17. Jahrhundert verlor das Stift seine geistliche Bestimmung. Nach dem Tod des Priors Kaspar von Graffen wurde es an weltliche Pächter vergeben, die es bis 1806 nutzten, bevor es an einen Bürger aus Altena verkauft wurde. In dieser Zeit fanden keine katholischen Gottesdienste mehr statt, und das Kirchengebäude wurde den Protestanten überlassen.

Während des 18. und 19. Jahrhunderts verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Anwesens zunehmend. Probleme mit zahlungsunwilligen Pächtern und illegaler Holznutzung durch Einwohner von Neuenrade belasteten die Besitzverhältnisse. Um 1800 wurde auf dem Gelände eine Garnbleicherei eingerichtet. Ein Großbrand im Jahr 1815 zerstörte weite Teile der Klosteranlage. Die Familie Schniewindt, die den gesamten Besitz erwarb, ließ ein neues Haupthaus errichten, das bis 1955 von ihr bewohnt wurde. Danach diente das Anwesen landwirtschaftlichen Zwecken, und das Gutshaus wurde zu einem Wohnheim für Jugendliche in einer Ausbildungswerkstatt im Metallbau.

Heute steht das ehemalige Stift Berentrop leer und ist seit 2010 teilweise unter Denkmalschutz gestellt. Es erinnert mit seiner Architektur und Geschichte an die Klostertradition des Mittelalters sowie an die späteren Phasen seiner Nutzung bis in die Neuzeit. Obwohl das Gelände heute Privatbesitz ist und nur zu Fuß betreten werden kann, bleibt es ein stilles Zeugnis der regionalen Kultur- und Religionsgeschichte im südlichen Nordrhein-Westfalen.

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Häufige Fragen zu Stift Berentrop

Wann wurde das Stift Berentrop gegründet?
Das Stift Berentrop entstand im 13. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1220. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Reformation im Stift Berentrop?
Um 1600 wurde die Reformation eingeführt. Danach verlor das Stift seine geistliche Bedeutung und wurde an weltliche Personen verpachtet. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Stift nach 1806?
1806 wurde das Stift an Arnold Heinrich Ludwig Schniewindt aus Altena verkauft. Später baute die Familie ein neues Haupthaus, das bis 1955 bewohnt wurde. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hat das Gelände heute?
Nach dem Verkauf 1955 wurde das Anwesen landwirtschaftlich genutzt. Das Haupthaus diente als Wohnheim für Jugendliche in einer Ausbildungswerkstatt. {stand}.

Quelle: wikipedia