Deutsches Ordensmuseum
Highlights
- Das Deutsche Ordensmuseum in Neuffen wurde 1982 zur 750-Jahr-Feier der Stadt eröffnet.
- Es zeigt eine umfangreiche Sammlung von Orden, Ehrenzeichen und Urkunden, u. a. vom Eisernen Kreuz bis zu Bundesrepublik-Orden.
- Dauerleihgaben der Bundesländer ergänzen die Ausstellung zu Ehrenzeichen der deutschen Staaten.
Tipps
- Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung deutscher und ausländischer Orden, Ehrenzeichen und Urkunden, darunter auch spezielle Fliegerauszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg.
- Besucher erhalten Einblicke in die Geschichte der Phaleristik und können sich über die Entwicklung von Verdienstorden und Militärauszeichnungen informieren.
- Die Ausstellung ist nach Absprache zugänglich, daher ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem Museumsleiter erforderlich.
Eigenschaften
Über Deutsches Ordensmuseum
Das Deutsche Ordensmuseum in Neuffen, Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg, wurde im Jahr der 750-Jahr-Feier der Stadt Neuffen eröffnet. Seit seiner Gründung wird die Einrichtung von Heinrich Seewöster geleitet. Als private Sammlung präsentiert das Museum eine umfangreiche Dauerausstellung zu Orden, Ehrenzeichen und Verleihungsurkunden, die von verschiedenen historischen deutschen Staaten und Territorien stammen. Dazu zählen Auszeichnungen aus Preußen, Württemberg, Sachsen, Hannover, Oldenburg, Mecklenburg sowie das Eisenkreuz von 1813 bis 1945.
In einem separaten Bereich des Museums wird der Nachlass des ehemaligen Flieger-Leutnants Otto Könnecke gezeigt. Könnecke, preußischer Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und Träger des goldenen Militärverdienstkreuzes sowie des Pour le Mérite, errang 35 Luftsiege. Neben seiner Sammlung sind auch Objekte eines bayrischen Fliegers aus dem Ersten Weltkrieg sowie Goethe-Medaillien und ausländische Auszeichnungen zu sehen. Diese präzise kuratierte Zusammenstellung verdeutlicht die Bedeutung der Phaleristik als eigenständiges Forschungs- und Sammelgebiet.
Eine besondere Dauerpräsentation widmet sich den Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland. Diese Stücke wurden dankenswerterweise von den Staats- und Senatskanzleien der Länder als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt. Die Ausstellungsgegenstände spiegeln nicht nur die Vielfalt staatlicher Würdigungen wider, sondern auch deren historische und kulturelle Kontexte. Dokumente, Etuis und zugehörige Literatur ergänzen die Schau und ermöglichen vertiefende Einblicke in die Entwicklung der Ordenstraditionen.
Das Museum unterliegt als private Einrichtung dem Privatbesitz von Heinrich Seewöster. Alle ausgestellten Exponate gehören ihm persönlich. Dieser Umstand verdeutlicht die ehrenamtliche und engagierte Natur der Präsentation. Die Stücke sind entsprechend sorgfältig aufbewahrt und präsentiert, wobei besonderer Wert auf den Erhalt der historischen Substanz gelegt wird. Die phaleristische Sammelgemeinschaft sowie interessierte Besucher profitieren von dieser umfassenden Sammlung, die sowohl thematisch als auch inhaltlich breit gefächert ist.