Hohenneuffen
Highlights
- Die Burg Hohenneuffen liegt auf einem 745,4 Meter hohen Weißjurafelsen am Albtrauf.
- Sie wurde um 1100–1120 von Mangold von Sulmetingen erbaut und später von den Herren von Weinsberg an Württemberg verkauft.
- Im Dreißigjährigen Krieg hielt sie über 15 Monate einer Belagerung stand, bevor sie 1635 kampflos fiel.
Tipps
- Die Burgruine Hohenneuffen liegt auf einem Weißjurafelsen am Albtrauf und bietet einen Panoramablick über das Neckartal.
- Der Aufstieg zur Burg führt über steile Wege und Treppen, geeignet für sportliche Besucher.
- Parkplätze befinden sich am Fuße des Burgbergs, der Weg zur Ruine ist etwa 30 Minuten Aufstieg.
Eigenschaften
Über Hohenneuffen
Die Burgruine Hohenneuffen befindet sich oberhalb der Stadt Neuffen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Sie thront auf dem Festungsberg, einem Weißjurafelsen am Rande der Schwäbischen Alb, der eine Höhe von 745,4 Metern über Normalhöhennull erreicht. Diese Lage bot im Mittelalter eine strategische Aussicht über das Albvorland und ermöglichte die Kontrolle wichtiger Verkehrswege.
Die Geschichte der Anlage reicht weit zurück. Bereits in der Spätlatène-Zeit diente der Berg als außenliegender Posten eines keltischen Oppidums. Die eigentliche Burg entstand im frühen 12. Jahrhundert unter Mangold von Sulmetingen, später Herr von Neuffen. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im späten 12. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach; unter anderem gehörte sie den Herren von Weinsberg und später dem Haus Württemberg. Die Burg erwies sich mehrfach als uneinnehmbar und spielte eine Rolle in verschiedenen regionalen und überregionalen Konflikten.
Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage unter Herzog Ulrich zu einer befestigten Landesfestung ausgebaut. Es entstanden zahlreiche Bauten wie Türme, Kasematten, Stallungen und Zisternen. Auch in späteren Kriegen wie dem Dreißigjährigen Krieg hielt sie stand, bis sie schließlich nach einer langen Belagerung übergeben wurde. Im 18. Jahrhundert plante Herzog Carl Alexander einen weiteren Ausbau, der jedoch nach dessen Tod nicht fortgesetzt wurde. Kurz darauf wurde die Schleifung der Anlage beschlossen, und ab dem späten 18. Jahrhundert diente sie nicht mehr militärischen Zwecken.
Heute zählt die Ruine zu den bedeutenden historischen Denkmälern der Region. Die Besucher*innen können die erhaltenen Reste der Festungsanlage erkunden, darunter Teile der Mauern, Türme und Kasematten. Zu bestimmten Zeiten finden Burgführungen statt, die Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Ortes geben. Gelegentlich werden auch historische Veranstaltungen wie eine Falkner-Flugschau angeboten. In den warmen Monaten steht ein gastronomisches Angebot zur Verfügung.