Denkmal/Gedenkstätte

Steinbruch Hörnle (stillgelegt)

72581 Dettingen an der Erms

Highlights

  • Der Steinbruch Hörnle bei Dettingen an der Erms wurde 1974 stillgelegt und ist heute ein Naturschutzgebiet.
  • Das Gelände entwickelt sich seit 1980 nahezu ohne menschlichen Einfluss und beherbergt vielfältige Lebensräume.
  • Die ehemalige Bruchwand dient als geologischer Aufschluss im Weißjura und ist unter Naturschutz gestellt.

Tipps

  • Vom Parkplatz am Naturfreundehaus aus führt ein schöner Waldweg zum Steinbruch, der direkt an den Höllenlöchern endet.
  • Im Steinbruch gibt es Klettermöglichkeiten, besonders im und um das Höllenloch – Vorsicht bei nasser Witterung.
  • 50 Meter südlich des Steinbruchs befindet sich ein Grillplatz mit Sitzbänken und eine offene Schutzhütte.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug zum stillgelegten Steinbruch Hörnle in Dettingen an der Erms

Der stillgelegte Steinbruch Hörnle liegt idyllisch im Ort Dettingen an der Erms im Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg. Einst ein aktiver Abbauort für Kalkstein und Mergel, wurde der Steinbruch in den späten Jahren des 20. Jahrhunderts aufgegeben und seither naturnah rekultiviert. Heute zählt das Gelände zu den besonderen Natur- und Kulturdenkmälern der Region und lädt Besucher zu einem abwechslungsreichen Ausflugserlebnis ein. Die ehemalige Bruchwand mit einer Höhe von bis zu zehn Metern ist noch heute beeindruckend und bietet spannende Einblicke in die geologische Vergangenheit der Schwäbischen Alb.

Das Areal erstreckt sich über rund 48 Hektar und gehört seit 1997 zu einem offiziell ausgewiesenen Naturschutzgebiet, das auch unter dem Namen „Aufgelassener Steinbruch am Hörnle SW Neuffen“ als Geotop geschützt ist. Es grenzt südwestlich an Neuffen und nordöstlich an Dettingen an der Erms und liegt an der Schnittstelle zweier unterschiedlicher Naturräume. Die Gesteinsschichten aus Kalkstein und Mergel des Weißen Juras sind hier besonders gut sichtbar und bieten interessante Einblicke in die Erdgeschichte. Die Sukzession hat in den zurückliegenden Jahrzehnten vielfältige Lebensräume entstehen lassen – von trockenen Felsflächen bis hin zu kleinen Tümpeln in der Steinbruchsohle.

Ein besonderes Highlight des Geländes sind die sogenannten „Höllenlöcher“, kleine, tiefere Stellen im Fels, die über Leitern zugänglich sind und zu Erkundungstouren einladen. Der Weg dorthin führt meist vom Naturfreundehaus aus durch einen angenehmen Waldpfad, der sich allmählich zur ehemaligen Bruchwand emporwindet. Obwohl der Name „Höllenlöcher“ vielleicht mehr vermuten lässt, lohnt sich der Besuch durchaus: Kletterfreunde finden hier kleine, aber feine Klettermöglichkeiten, wobei Vorsicht geboten ist. Direkt in der Nähe gibt es zudem einen Grillplatz mit Sitzbänken sowie eine offene Schutzhütte, die den Ort auch für gemütliche Picknicks oder Rastpausen attraktiv machen.

Die Tierwelt im Steinbruch Hörnle ist artenreich und vielfältig. Mehr als 100 Vogelarten, darunter seltene Arten wie der Baumfalke oder der Uhu, finden hier geeignete Lebensräume. Auch Amphibien, Reptilien und zahlreiche Insektenarten profitieren von der abwechslungsreichen Struktur des Geländes. Besonders geschützte Arten wie die Gelbbauchunke oder verschiedene Wildbienenarten haben hier ein Refugium gefunden. Der Eichen-Trockenwald am angrenzenden Jusenberg unterstreicht zusätzlich den ökologischen Wert des Gebiets und trägt zur Erhaltung gefährdeter Pflanzengesellschaften bei.

Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 von 5 Sternen genießt der Steinbruch Hörnle bei Besuchern einen hervorragenden Ruf. Er bietet eine spannende Mischung aus Naturerlebnis, geologischem Interesse und kultureller Geschichte. Wanderer, Naturbeobachter und alle, die mal etwas anderes als die üblichen Sehenswürdigkeiten erleben möchten, finden hier lohnenswerte Abwechslung. Der Steinbruch ist somit nicht nur ein geschützter Naturraum, sondern auch ein lohnendes Ausflugsziel für Jung und Alt im Herzen des Albvorlands.

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Häufige Fragen zu Steinbruch Hörnle (stillgelegt)

Wo befindet sich der stillgelegte Steinbruch Hörnle?
Der Steinbruch Hörnle liegt südwestlich von Neuffen und nordöstlich von Dettingen an der Erms, im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum wurde der Steinbruch Hörnle stillgelegt?
Der Abbau wurde wegen Umweltbedenken und Streit um den Erhalt des Bergrückens begrenzt und endete in den 1970er Jahren. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was ist heute aus dem Steinbruch Hörnle geworden?
Das Gelände wurde rekultiviert und ist heute ein Naturschutzgebiet mit vielfältigen Lebensräumen und geologischen Besonderheiten. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat das Naturschutzgebiet Hörnle-Jusenberg?
Es schützt wertvolle Biotopstrukturen, gefährdete Arten und einen geologischen Aufschluss im Weißjura. {stand}.

Quelle: wikipedia