Kirche/Kloster

Pfarrkirche St. Georg Surberg

Kirchpl. 2, 83362 Surberg

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Georg in Surberg entstand vermutlich vor 1193 als Kapelle am römischen Wachtturm, heute Kirchturm.
  • 1702–1703 erhielt die Kirche ihr heutiges barockes Gewölbe; 1707 folgte der achteckige Turm mit Zwiebelhaube.
  • Seit 1811 ist Surberg eigenständige Pfarrei; die Kirche beherbergt vier barocke Altäre, einen 1723 gefertigten Kelch und ein 1728 geschaffenes Ziborium.

Tipps

  • Der barocke Turm mit achteckiger Zwiebelhaube bietet einen markanten Blickpunkt und prägt das Ortsbild von Surberg.
  • Im Inneren der Kirche finden sich vier historische Seitenaltäre aus dem 18. Jahrhundert, die den barocken Stil der Ausstattung widerspiegeln.
  • Ein barockes Schalgewölbe im Langhaus entstand bei Umbauten im frühen 18. Jahrhundert und ersetzt eine vorherige Holzdecke.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakral: Pfarrkirche St. Georg Surberg

Die Pfarrkirche St. Georg Surberg ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk im Herzen des oberbayerischen Ortes Surberg und ein zentraler Ort für Kultur und Andacht. Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 8. Jahrhundert, doch bereits vor 1193 muss in Surberg eine Kirche existiert haben – vermutlich als kleine Kapelle, die an den römischen Buckelquaderturm angebaut war, der heute noch als Kirchturm erhalten ist. Die Verbindung zur Pfarrei Otting, die bereits 757 gegründet wurde, unterstreicht die lange Tradition des christlichen Lebens in der Region.

Der heutige Kirchenbau entstand schrittweise im 17. und 18. Jahrhundert. Beim Umbau des Langhauses zwischen 1702 und 1703 wurde das romanisch-gotische Holzgewölbe durch ein barockes Schalgewölbe ersetzt. Ein Jahr später folgten die Seitenschiffe, die nach einem Bauplan von 1705 errichtet wurden. Besonders prägend ist der Turm, der 1707 mit einer barocken, achteckigen Zwiebelhaube versehen wurde – ein markantes Wahrzeichen über dem Ort. Die Barockisierung der Kirche fiel mit der Hochphase der Wallfahrten zusammen, als auch die Innenausstattung im Stil der Zeit gestaltet wurde.

Das Innere der Kirche beeindruckt durch wertvolle Kunstschätze, darunter ein Auferstehungschristus von Wolfgang Weißenkirchner aus dem Jahr 1673 sowie vier barocke Seitenaltäre. Besonders hervorzuheben sind ein Barockkelch und eine Monstranz aus dem Jahr 1723, eine Marienstatue, eine Ewiglichtampel und ein prächtiges Ziborium mit Kronendeckel von 1728. Ein Kreuzweg rundet die Ausstattung ab und lädt zum Verweilen ein. Die Kirche war einst ein Zentrum der Wallfahrten, wobei das ursprüngliche Wallfahrtsbild vermutlich aus der Pechschnait stammte.

Seit 1811 ist Surberg eine eigenständige Pfarrei, die seitdem von 17 Pfarrern versorgt wurde. Eine größere Renovierung fand 1843 statt, bei der unter anderem der Eingang und die Sakristei auf die Südseite verlegt wurden. Das Kriegerdenkmal am östlichen Friedhofseingang, 1954 neu gestaltet, erinnert an die Opfer der Weltkriege. Die Kirche bietet mit ihrem rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz barrierefreien Zugang und ist ein Ort der Besinnung, der Geschichte und des kulturellen Erbes in Surberg.

Die Pfarrkirche St. Ihr historischer Turm, die prächtige Ausstattung und die Verbindung zur Wallfahrtsgeschichte machen sie zu einem besonderen Juwel der Region.

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