Denkmal/Gedenkstätte

Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor

26909 Neulehe

Highlights

  • 1951 errichtete man einen Gedenkstein mit der Inschrift „Dem Andenken der hier ruhenden Toten“.
  • 1985 stiftete ein luxemburgischer Verband einen weiteren Stein zur Erinnerung an luxemburgische Zwangsrekrutierte.

Tipps

  • Die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor liegt abseits und bietet eine ruhige Atmosphäre, eignet sich jedoch weniger für spontane Besuche ohne Vorbereitung.
  • Kurzführungen finden jeden ersten Sonntag im Monat um 11 und 15 Uhr statt, eine Teilnahme ist empfehlenswert für mehr Kontext.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor in Neulehe – Kultur und Denkmalpflege vor Or

Die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor im Ortsteil Neulehe im Landkreis Emsland ist eine zentrale Gedenkstätte, die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ehrt. Sie entstand im Zuge der Exhumierung von insgesamt rund 195 Toten, die während der letzten Kriegsmonate 1945 im Zusammenhang mit dem sogenannten „Herold-Massaker“ sowie einem britischen Luftangriff ums Leben kamen. Die meisten der Bestatteten waren Insassen des nahegelegenen Konzentrationslagerkomplexes Esterwegen, das zu den sogenannten „Emslandlagern“ gehörte. Die Stätte liegt an der südöstlichen Ecke des ehemaligen Strafgefangenenlagers II Aschendorfermoor und dient seit Jahrzehnten als Mahnmal für die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Die Gestaltung der Gedenkstätte erfolgte in mehreren Etappen. Bereits in den 1950er Jahren wurde ein erster Gedenkstein mit der schlichten Inschrift „Dem Andenken der hier ruhenden Toten“ errichtet. Die landschaftliche Gestaltung übernahm der Gartenarchitekt Oswald Langerhans. Ein zweiter, zentraler Gedenkstein folgte in den 1960er Jahren. Er trägt die Inschrift „Zu Ehren der hier ruhenden Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft“ und ist von einem runden Rondell umgeben. In den 1980er Jahren wurde durch einen luxemburgischen Verband ein weiterer Gedenkstein gewidmet, der den Zwangsrekrutierten aus Luxemburg gewidmet ist, die im Lager inhaftiert waren und von deutschen Kriegsgerichten zum Tode verurteilt worden waren. Die heutige Gestaltung der Anlage verzichtet bewusst auf individuelle Grabmäler, stattdessen steht die kollektive Erinnerung im Vordergrund.

Die Stätte genießt aufgrund ihrer abgelegenen Lage eine besondere Ruhe und wird von Besuchern als friedvoll und eindrucksvoll wahrgenommen. Die Gedenkstätte ist Teil eines größeren Erinnerungsortes, der die Geschichte der Emslandlager dokumentiert. Die Opfer der Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor stehen unter dem Schutz eines Gesetzes, das das ewige Ruherecht der NS-Opfer garantiert. Dennoch wird in einigen Bewertungen bemängelt, dass die vor Ort verfügbaren Informationen über die historischen Hintergründe lückenhaft sind. Regelmäßig finden am ersten Sonntag jeden Monats öffentliche Kurzführungen statt, die einen vertieften Einblick in die Geschichte der Stätte ermöglichen.

Trotz einzelner Mängel in der Pflege und Informationslage wird die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor als geschichtsträchtiger Ort wahrgenommen, der zum Gedenken und Nachdenken einlädt. Die friedliche Atmosphäre unterstreicht den ehrenden Charakter der Gedenkstätte und macht sie zu einem wichtigen Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit im Emsland. Die Verantwortung für die Erhaltung und Vermittlung liegt bei der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen, die auch für andere Erinnerungsorte im regionalen Kontext zuständig ist.

Bewertungen

4,1 (8) 4.1 aus 8 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

Auf Google

4,1 (4) 4.1 · 4 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor

Wo befindet sich die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor?
Die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor liegt in Neulehe, Emsland, Niedersachsen. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann wurde die Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor eingerichtet?
Am 1. Februar 1946 wurden die ersten Opfer auf dem Gelände bestattet. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Ereignisse werden an der Stätte gedacht?
Gedenkt werden Opfer des „Herold-Massakers“ und eines britischen Luftangriffs im April 1945. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es Führungen zur Kriegsgräberstätte Aschendorfermoor?
Ja, jeden ersten Sonntag im Monat um 11 und 15 Uhr finden Kurzführungen statt. Stand Juni 2026.

Quelle: website