Denkmal/Gedenkstätte

ERFT-HAUS

Neusser Str. 27-29, 50733 Köln

Highlights

  • Das um 1905 errichtete Erft-Haus in Köln ist ein Baudenkmal mit einer Fassadengestaltung im Jugendstil.
  • Das Objekt umfasst Altbauwohnungen, Ladenlokale sowie loftartige Büroflächen mit Sichtbeton.
  • Das Gebäude verfügt über einen rollstuhlgerechten Eingang.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Eingang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zum Gebäude.
  • Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erlaubt eine fußläufige Erreichbarkeit über nahegelegene U-Bahn-Stationen und Bahnhöfe.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Denkmal Erft-Haus in Köln entdecken

Das ERFT-HAUS in Köln ist ein bedeutendes Baudenkmal, das als integraler Bestandteil einer in Köln einzigartigen Wohnhausgruppe des Jugendstils gilt. Das um das frühe 20. Jahrhundert errichtete Gebäude bildet als Doppelhaus den Mittelteil einer Gruppe aus Wohn- und Geschäftshäusern. Zu dieser Einheit gehören straßenseitig zwei weitere Gebäude sowie ein rückwärtiger Gewerbebau. Die gesamte Gebäudegruppe wird durch eine harmonische Fassadengestaltung im Jugendstil als architektonische Einheit erkennbar gemacht.

Besonders hervorzuheben ist die Architektur des sanierten Vorderhauses. Über der mittleren Einfahrt zum Hinterhaus entfaltet sich eine prächtige Jugendstil-Fassade, die durch Sandstein, Stuck-Ornamenten und gekachelten Kanten an den Erkern besticht. Heute beherbergt dieser Bereich wunderschöne Altbauwohnungen sowie Ladenlokale. Im Gegensatz dazu steht das sanierte Hinterhaus in einem ruhigen Hinterhof, welches heute eine Vielzahl an loftartigen, lichtdurchfluteten Büroflächen mit Sichtbeton, hohen Decken und riesigen Stahlfenstern bietet.

Neben dem Wohncharakter dient das Objekt als Zeugnis der Industriearchitektur. Es schließt an einen zeitgleich errichteten industriellen Gebäudekomplex aus Backstein an, der im Inneren auf Stahlbetonstützen ruht. Das ERFT-HAUS ist eingebettet in die Kölner Neustadt, welche als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert gilt. Es liegt im sogenannten „Gerichtsviertel“ zwischen der Neusser und der Riehler Straße, einem gutbürgerlichen Wohnviertel.

Die Umgebung bietet eine hervorragende Infrastruktur. Die Neusser Straße, ursprünglich als Alleestraße angelegt, dient als zentrale Geschäftsstraße mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Für die Erholung stehen das Agnesviertel mit dem Flora-Park und dem Rosengarten im Fort X zur Verfügung, während Sportbegeisterte das Sportzentrum Lentpark mit Schwimmbad und Wasserpark nutzen können. Die Anbindung an den öffentlichen Fern- und Nahverkehr ist durch fußläufig erreichbare U-Bahn-Stationen und Bahnhöfe sehr gut ausgebaut. Das Denkmal verfügt zudem über einen rollstuhlgerechten Eingang.

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