Denkmal/Gedenkstätte

Jubiläumsbrunnen

Neumarktstraße, 42103 Wuppertal

Highlights

  • Der Jubiläumsbrunnen in Wuppertal-Elberfeld wurde 1895 zum 25-jährigen Bestehen des Verschönerungsvereins gestiftet.
  • Der 11,5 Meter hohe Neptunbrunnen aus Rotem Mainsandstein wurde 1900–1901 vom Bildhauer Leo Müsch geschaffen.
  • Nach heftigen Debatten über die nackte Darstellung Neptuns wurde der Brunnen 1901 in seiner ursprünglichen Form belassen.

Tipps

  • Der Jubiläumsbrunnen ist ein imposanter Brunnen vor dem Elberfelder Rathaus am Neumarkt, ideal für einen Stadtrundgang.
  • In der Nähe befinden sich zahlreiche Restaurants und Cafés, die zu einem Besuch des Brunnens einladen.
  • Der Brunnen wurde 1895 zum 25-jährigen Jubiläum des Elberfelder Verschönerungsvereins gestiftet und zeigt mythologische Figuren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Jubiläumsbrunnen

Der Jubiläumsbrunnen in Wuppertal steht auf der nordöstlichen Seite des Neumarkts im Stadtteil Elberfeld und zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Denkmälern der Stadt. Errichtet wurde er aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Elberfelder Verschönerungsvereins. Die Planung sah vor, dass der Brunnen vor dem Elberfelder Rathaus errichtet wird, dessen Bau zeitgleich begann. Der genaue Standort wurde später in der Achse der Friedrichstraße und in der Nähe des Haupteingangs des Rathauses festgelegt.

Gestaltet wurde der 11,5 Meter hohe Brunnen aus Rotem Mainsandstein vom Düsseldorfer Bildhauer Leo Müsch. Das Werk orientiert sich an der Form des Neptunbrunnens in Trient und zeigt den Meeresgott Neptun in der Mitte eines mehrfach geschwungenen Beckens mit acht Metern Durchmesser. Umgeben wird die zentrale Figur von Nixen, Seeungetümen, Tritonen, Putten und Delfinen. Eine Bronzekartusche am Beckenrand trägt die Inschrift, die an das Stiftungsjubiläum des Vereins erinnert. Bei der Einweihung sorgte die realistische Darstellung der männlichen Anatomie für heftige öffentliche Debatten. Insbesondere kirchliche Kreise wandten sich empört gegen die Nacktheit der Figuren, woraufhin Teile der Skulpturen beschädigt wurden.

Die Kontroverse führte zu mehreren Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, in deren Verlauf zunächst beschlossen wurde, die anstößigen Figurenteile mit Akanthusblättern abzudecken. Doch bereits kurze Zeit später wurde in einer erneuten Abstimmung entschieden, den Brunnen in seiner ursprünglichen Form zu belassen, um weitere Aufregung zu vermeiden. Die beschädigten Teile wurden später restauriert, ihre Spuren sind heute noch sichtbar. Der Jubiläumsbrunnen gilt als herausragendes Beispiel für die Bildhauerkunst des Historismus und wurde daher im Jahr 2000 in die Baudenkmalliste der Stadt Wuppertal aufgenommen.

Im Jahr 2013 konnte dank privater Spenden eine umfassende Sanierung des Brunnens begonnen werden, die bis zum folgenden Jahr abgeschlossen war. Vandalismus und Witterungseinflüsse hatten zuvor erhebliche Schäden verursacht. Die Arbeiten umfassten vor allem den Erhalt der historischen Gestaltung und der Skulpturen, während Verbesserungen im Umfeld noch ausstehen. Der Brunnen bleibt ein zentraler Bestandteil des Neumarkts und zieht Besucher durch seine prächtige Architektur und seine lebendige Geschichte an.

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