Denkmal/Gedenkstätte

Rothenberg

Postfach 28, 91220 Schnaittach

Highlights

  • Rothenberg war eine Ruralgemeinde und Steuerdistrikt im Landgericht Lauf.
  • Die Festung Rothenberg wurde zwischen 1729 und 1760 erbaut und diente bis 1838 als militärische Anlage.
  • 1831 wurde Rothenberg nach Schnaittach eingemeindet, heute thront die Festung über der Stadt.

Tipps

  • Für Besucher der Festung Rothenberg in Schnaittach ist eine Führung empfehlenswert, um die historischen Kasematten und die Ruine zu erkunden.
  • Der Eintritt beträgt 6 Euro pro Person, Helmpflicht besteht, Helme werden vor Ort gestellt.
  • Die Festung liegt hoch über Schnaittach und bietet einen beeindruckenden Ausblick sowie Einblicke in die militärische Vergangenheit.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Rothenberg

Die Festung Rothenberg thront hoch über der Marktgemeinde Schnaittach im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Mit einer Höhe von 561 Metern über dem Meeresspiegel bietet sie nicht nur ein imposantes Bauwerk, sondern auch einen markanten Aussichtspunkt mit weitem Blick ins Umland. Ursprünglich im frühen 14. Jahrhundert als kleinere Burganlage errichtet, wurde das Gelände im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, bis es im Zuge des 18. Jahrhunderts in einer umfassenden Modernisierung zu einer spätbarocken Festungsanlage umgestaltet wurde. Die neue Anlage orientierte sich an den fortschrittlichsten Erkenntnissen der französisch-europäischen Festungsbaukunst jener Zeit.

Die militärische Funktion der Festung wurde durch den Bau von Bastionen, Kasematten und einem Vorwerk, dem sogenannten Ravelin, geprägt. Der Zugang zum Hauptbau erfolgte einst über eine Brücke über den sogenannten „Halsgraben“. Die Anlage bot Platz für bis zu 800 Soldaten und diente in Kriegszeiten auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung der umliegenden Dörfer. Nach dem Ende des Territorialstaats und der Gründung des Freistaats Bayern verlor die Festung ihre strategische Bedeutung. Sie wurde zunächst als Militärgefängnis genutzt, später aber aufgrund der hohen Unterhaltskosten aufgegeben und fiel dem Verfall anheim.

Erst mit dem Aufkommen des organisierten Tourismus Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Interesse an der ehemaligen Bergfestung wieder geweckt. Der 1892 gegründete Heimatverein Schnaittach e. V. setzte sich dafür ein, das Gelände für die Öffentlichkeit zu erschließen und zu erhalten. Seit 1966 erfolgt die Betreuung durch die Bayerische Schlösserverwaltung. In den Jahren von 1997 bis 2008 wurde mit großem finanziellen Aufwand der weitere Verfall gestoppt und die Festung in weiten Teilen für Besucher zugänglich gemacht. Heute zählt Rothenberg zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Ein Besuch der Festung beinhaltet unter anderem eine Führung durch die eindrucksvollen Ruinen und Kasematten. Dabei besteht Helmpflicht, Helme werden vor Ort gestellt. Die Führung dauert etwa 45 Minuten und kostet einen geringen Eintrittspreis. Besucher berichten von einer abwechslungsreichen und anschaulichen Erzählung über die Geschichte des Ortes, die sowohl architektonische als auch militärische Aspekte einbezieht. Die beeindruckende Atmosphäre und die Aussicht vom Festungsplateau machen den Aufenthalt zu einem lohnenswerten Erlebnis.

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