Denkmal/Gedenkstätte

Weißes Bild

63820 Elsenfeld

Tipps

  • Der Bildstock aus dem Jahr 1565 ist der älteste seiner Art auf Steinbacher Gemarkung und steht beim ehemaligen Meßhof.
  • Er diente einst als Werbeschild und Ausdruck religiöser Frömmigkeit zugleich.
  • Gut erhaltenes Zeugnis mittelalterlicher Volkskultur und Gastwirtschaftstradition.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Weißes Bild

Das „Weiße Bild“ in Elsenfeld zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten des Landkreises Miltenberg in Bayern. Es handelt sich um den ältesten erhaltenen Bildstock auf der Gemarkung Steinbach, der in einer Zeit entstand, in der religiöse und werbliche Funktionen eng miteinander verzahnt waren. Die genaue Entstehungszeit wird mit der Mitte des 16. Jahrhunderts angegeben. Das Denkmal steht an einer markanten Stelle im Ort und zeugt von der frühen Volksfrömmigkeit sowie den Alltagsformen des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Dorflebens.

Ursprünglich wurde das „Weiße Bild“ vom Betreiber einer Gastwirtschaft im sogenannten Vorderen Meßhof errichtet. Damals diente es sowohl als Ausdruck religiöser Haltung als auch als Form der Selbstdarstellung und Werbung des Gastwirts. In dieser Doppelfunktion spiegelt es die Lebenswelt einer vergangenen Epoche wider, in der Kirche, Alltag und Wirtschaft eng miteinander verflochten waren. Die Bezeichnung „Weißes Bild“ leitet sich vermutlich von der ursprünglichen Farbgebung oder der besonderen Stellung des Denkmals innerhalb der Region ab.

Das Bauwerk selbst ist ein Beispiel für die Volkskunst jener Zeit. Es verkörpert den Wunsch nach göttlichem Schutz und zugleich die Notwendigkeit, sich in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Die Gestaltung des Bildstocks ist schlicht, aber von symbolischer Aussagekraft. Seine Erhaltung ist ein Verdienst sowohl der örtlichen Pflege als auch des Interesses an der kulturellen Identität der Gemarkung Steinbach und des Ortes Elsenfeld insgesamt.

Heute steht das „Weiße Bild“ unter Denkmalschutz und wird als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung gewürdigt. Es zieht vereinzelt Besucher an, die sich für die regionalgeschichtliche Entwicklung und die Formen mittelalterlicher Religiosität interessieren. Die wenigen, aber präzisen Bewertungen im Internet unterstreichen den hohen kulturellen Wert des Objekts. Vor dem Hintergrund seiner Seltenheit und seiner Funktion als Zeugnis einer vergangenen Zeit nimmt es eine besondere Stellung unter den Kulturdenkmälern des Landkreises Miltenberg ein.

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