Kath. Pfarramt Pullenreuth
Highlights
- Kath. Pfarramt Pullenreuth mit Kirche seit 1364 als Seelsorgestelle belegt, 1668 zur selbstständigen Pfarrei erhoben.
- 1738 erbaut, 1947 gewölbtes Langhaus und Empore hinzugefügt; 1977 moderner Volksaltar und Ambo installiert.
- Rollstuhlgerechter Parkplatz vorhanden; Kirche 1989/91 Dach und Außenbau saniert.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz ermöglicht die barrierefreie Anreise zum Pfarramt.
- Die historische Marienstatue aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den ältesten Ausstattungsstücken der Kirche.
- Das Langhaus der Kirche verfügt über ein eingezogenes Gewölbe, das 1947 errichtet wurde.
Eigenschaften
Katholische Kirche Pullenreuth – Sakrale Kultur erleben
Das Katholische Pfarramt Pullenreuth ist ein historisch bedeutsames Wahrzeichen des Ortes und verkörpert die jahrhundertelange christliche Tradition der Region. Die Anfänge der Seelsorge in Pullenreuth reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wird die Gemeinde im Jahr 1364 als eigenständige Seelsorgestelle. Die mittelalterliche Kirche, die vermutlich während der Hussitenkriege zerstört wurde, wurde später wiederaufgebaut – ein Beleg dafür ist die spätgotische Marienstatue aus dem frühen 16. Jahrhundert, die bis heute als ältestes erhaltenes Ausstattungsstück gilt.
Die Entwicklung zur selbstständigen Pfarrei erfolgte 1668, als Pullenreuth aus der Muttergemeinde Kemnath herausgelöst wurde. Doch erst im Jahr 1738 erhielt die Gemeinde durch Pfarrer Johann Friedrich Forster eine förmliche Anerkennung durch die kurfürstliche Regierung in Amberg. Die Baugeschichte des heutigen Gotteshauses ist geprägt von zahlreichen Umgestaltungen: 1753 stand die Kirche noch ohne Altar, Fußboden oder Bänke da, was auf finanzielle Engpässe oder planerische Veränderungen hindeutet. Erst im Laufe der folgenden Jahrhunderte entwickelte sich das Gebäude zu einem prächtigen Sakralbau mit barocken und neugotischen Elementen.
Architektonisch und künstlerisch erlebte die Kirche im 20. Jahrhundert bedeutende Veränderungen. 1947 wurde das ursprünglich flachgedeckte Langhaus mit einem Gewölbe versehen und eine zweite Empore eingebaut, um den wachsenden Gemeindebedürfnissen gerecht zu werden. Die Innenrenovierung von 1975 und die Restaurierung der Deckengemälde zwischen 1976 und 1977 sorgten für eine Wiederherstellung der historischen Pracht. 1977 folgten die Errichtung des Volksaltars und des Ambo, die den liturgischen Raum modernisierten, ohne die historische Substanz zu verlieren. Spätere Sanierungen wie die Dach- und Außenbauspuren in den 1980er-Jahren sicherten die langfristige Erhaltung des Bauwerks.
Das Pfarramt Pullenreuth ist nicht nur ein Ort der Verehrung, sondern auch ein Stück lebendige Ortsgeschichte. Die Kombination aus mittelalterlichen Wurzeln, barocker Baukunst und modernen Anpassungen macht es zu einem einzigartigen Zeugnis des Glaubens und des Gemeinschaftslebens in der Region. Mit seiner hohen Bewertung von 4,7 Sternen spiegelt es zudem die Wertschätzung der Besucher wider, die hier nicht nur spirituelle Impulse finden, sondern auch die historische Tiefe des Ortes erleben können.
Besucher schätzen besonders die gelungene Verbindung von Tradition und Gegenwart, die sich in jedem Detail des Gotteshauses widerspiegelt – von den restaurierten Deckengemälden bis hin zur rollstuhlgerechten Zugänglichkeit. Das Pfarramt Pullenreuth bleibt damit ein zentraler Ort für Kultur, Andacht und Gemeinschaft im Herzen des Dorfes.