Kirche/Kloster

Bunkerkirche Sankt Sakrament

bzw, Pastor-Klinkhammer-Platz 1, bzw. Heerdter Landstrasse 270 Pastor-Klinkhammer-Platz 1, Heerdter Landstr. 270, 40549 Düsseldorf

Highlights

  • Die ehemalige Bunkerkirche St. Sakrament in Düsseldorf-Heerdt ist heute die koptisch-orthodoxe Kirche St. Maria.
  • Das denkmalgeschützte Gebäude diente ursprünglich als Hochbunker und wurde nach dem Krieg in eine Kirche umgebaut.
  • Seit 2015 ist sie religiöses Zentrum der koptischen Gemeinde und wird zusätzlich als Mahnmal und Kunstort genutzt.

Tipps

  • Die ehemalige Bunkerkirche St. Sakrament in Düsseldorf-Heerdt ist heute eine koptisch-orthodoxe Kirche und Mahnmal mit einzigartiger Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Geführte Touren bieten Einblicke in die Doppelnutzung als Bunker und Kirche sowie in die aktuelle Rolle als Integrationszentrum.
  • Der nahegelegene Stadtteil Heerdt lädt zu einem Spaziergang durch historische Viertel mit besonderem Architekturerbe ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Bunkerkirche Sankt Sakrament

Die Bunkerkirche Sankt Sakrament in Düsseldorf ist ein außergewöhnliches Sakralgebäude und ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte. Ursprünglich als Hochbunker im Zweiten Weltkrieg erbaut, diente das massive Betonbauwerk während der Luftangriffe als Zuflucht für rund 2300 Menschen. Aufgrund seiner Kirchenform und späteren Umwidmung zu einem Gotteshaus wird es heute als eine der stabilsten Kirchen der Welt bezeichnet. Seit 2015 ist die Bunkerkirche Sitz der koptisch-orthodoxen Gemeinde und trägt offiziell den Namen „Koptische Kirche St. Maria“. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und vereint heute drei Funktionen: Kirche, Mahnmal und Kunstort.

Die Geschichte der Bunkerkirche begann bereits 1940, als das Gelände enteignet wurde, um einen Luftschutzbunker im Stadtteil Heerdt zu errichten. Nach dem Krieg wurde das Bauwerk unter der Leitung von Pfarrer Carl Klinkhammer und Architekt Philipp Wilhelm Stang in einen Gottesdienstraum und Wohnräume umgebaut. Die Umgestaltung gelang durch ehrenamtliche Unterstützung und Spenden, unterstützt durch die öffentliche Wirkung des „Ruhrkaplans“ Klinkhammer. Nach seiner Konsekration im Jahr 1949 blieb die Kirche bis in die 1990er Jahre in katholischer Hand, ehe sie aufgrund schrumpfender Gemeindemitglieder geschlossen und saniert werden musste.

Seit 2015 ist die Kirche im Besitz der koptisch-orthodoxen Gemeinde, die sie als religiöses Zentrum für mehrere hundert Familien aus der Region nutzt. Im Zuge der Übernahme wurde die Kirche kunstvoll umgestaltet: Eine Ikonostase trennt kunstvoll den Altarraum vom Kirchenschiff, und ein neues Taufbecken ermöglicht die Ganzkörpertaufe nach koptischem Ritus. Die koptische Gemeinde setzt sich zudem für Integration und Begegnung ein und hat gemeinsam mit einem Verein ein Integrations- und Gemeindezentrum neben der Kirche errichtet. Dieses Zentrum dient nicht nur der Gemeinde selbst, sondern steht allen Menschen in Düsseldorf offen.

Die Bunkerkirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Zentrum. Bereits 2002 wurde sie im Rahmen der EUROGA als Ausstellungs- und Kunstort neu entdeckt. Ihre besondere Architektur, die aus der Not des Krieges entstand, macht sie zu einem einzigartigen Bauwerk in Nordrhein-Westfalen. Besucher berichten von einer eindrucksvollen Atmosphäre, die sowohl die beklemmende Geschichte als auch die spirituelle Erneuerung spürbar macht. Mit ihrer dicken Betonwand und ihrem markanten Turm ist die Kirche ein Symbol für Widerstandsfähigkeit – sowohl im Krieg als auch im gesellschaftlichen Wandel.

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