Burg/Schloss

Nellenburg

35279 Neustadt (Hessen)

Highlights

  • Die Nellenburg ist eine Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert auf einem Basaltkegel südlich von Neustadt.
  • 1294 wurde die Burg zusammen mit der Stadt Neustadt an Kurmainz verkauft.
  • Architektonische Reste zeigen eine Doppelrechteckanlage mit Trockengraben und Außenwall.

Tipps

  • Burgfelsen mit begrenztem Parkplatz, frueh anreisen empfohlen
  • Teilweise erhaltene Mauerreste und Grabensystem erkundbar
  • Waldumgebung bietet gute Wandermoeglichkeiten abseits der Ruine

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Kulturvolle Burgentage in Nellenburg bei Neustadt (Hessen)

Die Nellenburg liegt etwa einen Kilometer südlich der Stadt Neustadt im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die im 13. Jahrhundert von den Grafen von Ziegenhain errichtete Höhenburg thront auf einem rund 345 Meter hohen Basaltkegel, der lokal als „Hain“ bezeichnet wird. Diese erdgeschichtlich interessante Erhebung liegt am Nordrand der Gleimenhainer Höhe und markiert den Südrand des Neustädter Sattels. Heute zählt die Ruine zu den bedeutenden kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region und lädt Besucher mit ihrer eindrucksvollen Architektur und reichhaltigen Geschichte ein. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert aus dem Mittelalter. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach. So kam es im Zuge der Mainzer Stiftsfehde möglicherweise zu Zerstörungen der Anlage. Historische Quellen weisen auf Baumaßnahmen und weitere Nutzungshinweise hin, bevor die Burg allmählich verfiel. Architektonisch zeigt die Nellenburg die Reste einer ehemaligen Doppelrechteckanlage mit einem Gesamtumfang von etwa 23 mal 20 Metern. Die Befestigungsanlage umfasste einen ovalen Trockengraben sowie einen Außenwall und einen vorgelagerten Abschnittsgraben auf der östlichen, also der Angriffsseite. Die nördliche Rechteckanlage verfügte über Außenmauern mit einer Stärke von rund 2,60 Metern und einer Grundfläche von etwa 10 mal 20 Metern. Südlich schließt sich ein etwas tiefer gelegener Burgkomplex mit schwächerer Mauer an, in dessen Südwest-Ecke eine rundliche Ausbuchtung vermuten lässt, dass dort ein Turm stand. Historische Darstellungen, etwa der Kupferstich Daniel Meisners aus dem 17. Jahrhundert, zeigen, dass noch weit in das frühe Neuzeitliche hinein erhebliche Ruinenreste vorhanden waren. Die heutige Ruine ist von mythischen Erzählungen umrankt. So soll von dem sogenannten „Junker-Hansen-Turm“, einem markanten Wahrzeichen von Neustadt, ein unterirdiger Gang zur Nellenburg führen. Überlieferungen sprechen davon, dass dieser Tunnel mit Waffen, Rüstungen sowie goldenem und silbernem Geschirr angefüllt sei – ein Motiv, das in der Volksüberlieferung vieler Burgen verbreitet ist. Obwohl solche Geschichten nicht historisch belegt sind, tragen sie zur Faszination der Burg bei und regen die Fantasie der Besucher an. Heute ist die Nellenburg ein beliebtes Ausflugsziel für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Die noch gut sichtbaren Betonfundamente und die eindrucksvolle Landschaft laden zu Erkundungsgängen und Spaziergängen ein. Die Burg bietet einen authentischen Einblick in das mittelalterliche Leben und die Baukunst der Spätgotik und ist damit ein lohnendes Ziel für alle, die die Spuren der Vergangenheit inmitten der hessischen Natur entdecken möchten.

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Häufige Fragen zu Nellenburg

Wo befindet sich die Nellenburg?
Die Nellenburg liegt auf einem 345 Meter hohen Basaltkegel südlich von Neustadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Nellenburg erstmals erwähnt?
Die Nellenburg wurde erstmals im Jahr 1271 erwähnt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer ließ die Nellenburg erbauen?
Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Grafen von Ziegenhain erbaut. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche architektonischen Reste gibt es heute auf der Nellenburg?
Es finden sich Reste einer Befestigungsanlage mit Trockengraben, Außenwall und einer Doppelrechteckanlage mit starken Außenmauern. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia