Kremper Tor
Highlights
- Das Kremper Tor in Neustadt ist das letzte mittelalterliche Stadttor Schleswig-Holsteins und beherbergt seit über 100 Jahren ein Museum mit archäologischen Schätzen.
- Mit 95% barrierefreien Räumen, Aufzug und inklusiven Angeboten (z. B. Führungen für Menschen mit Sinneseinschränkungen) ist es ein zertifizierter familienfreundlicher Lernort.
- Die Sammlung zeigt seltene Waffen, Schmuck aus der Steinzeit sowie Stadtgeschichte von Neustadt – von der Urgeschichte bis zur Vertreibung im 20. Jahrhundert.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen den zügigen Eintritt in die Ausstellung.
- Ein Aufzug sorgt dafür, dass alle Etagen des Museums ohne Treppenaufstieg erreicht werden können.
- Das museumspädagogische Konzept spricht besonders Kinder und Familien durch interaktive und sinnliche Gestaltung an.
Eigenschaften
Kultur & Museum am Kremper Tor Neustadt
Das Kremper Tor in Neustadt ist ein faszinierendes Museum, das als eines der letzten mittelalterlichen Stadttore Schleswig-Holsteins nicht nur architektonisch, sondern auch durch seine vielseitigen Ausstellungen besticht. Eingebettet in die Geschichte der Region verbindet es ur- und frühgeschichtliche Funde mit der lebendigen Stadtentwicklung Neustadt in Holstein. Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Gestaltung: Der gesamte Rundgang ist zu 95 % rollstuhlgerecht, inklusive eines Aufzugs für alle Etagen, und das Museum wurde als familienfreundliche Einrichtung zertifiziert. Führungen für Menschen mit Sinneseinschränkungen sowie ein rollstuhlgerechter Parkplatz und WC runden das inklusive Konzept ab.
Die Ausstellung führt Besucher:innen von den eiszeitlichen Gletschern, die einst über Neustadt lagen, bis hin zu den Geflüchteten aus Pommern und Ostpreußen im 20. Jahrhundert. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der spätmesolithischen Fundstelle „Marienbad“, deren einzigartige Funde wie Waffen und Schmuckstücke aus der Steinzeit zu den Besonderheiten des Museums gehören. Ergänzt wird dies durch Alltagsgegenstände aus der Neustädter Stadtgeschichte, darunter auch Exponate des Bänkelsängers Ernst Becker und die Moritatentafeln des Künstlers Adam Hölbing. Besonders selten sind gut erhaltene organische Materialien, die Einblicke in das Leben vor Jahrhunderten ermöglichen – etwa die älteste bekannte Geschwindigkeitsbegrenzung des Kreises.
Das Museum versteht sich als kulturelles Gedächtnis der Region und setzt auf interaktive Formate, die Geschichte erlebbar machen. Neben Sonderausstellungen und Führungen bietet das zeiTTor museumspädagogische Aktionen für alle Altersgruppen, darunter thematische Stadtführungen für Schulklassen oder eine „Piratenführung“, die die historische Rolle Neustadt als Hafen für Freibeuter aufgreift. Für Kinder gibt es kreative Angebote wie Töpferkurse zu Geburtstagen, während die „archäologische Sprechstunde“ Privatpersonen bei der Bestimmung von Funden unterstützt. Das Konzept spricht bewusst alle Sinne an und fördert eine inklusive Bildung für nachhaltige Entwicklung – untermauert durch Zertifikate wie das NUN-Siegel des Landes.
Als außerschulischer Lernort leistet das Kremper Tor einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Geschichte und Umweltbewusstsein. Die Sammlungen werden systematisch erweitert, wobei Schwerpunkte auf urgeschichtlichen Funden aus Ostholstein, der Fundstelle „Marienbad“ und der Neustädter Stadtentwicklung liegen. Durch Schenkungen und wissenschaftliche Aufarbeitung trägt das Museum dazu bei, Forschungslücken zu schließen und die Objekte langfristig zu bewahren. Ob als spannender Ausflug für Familien, als Bildungsort für Schulen oder als Ort der Begegnung mit regionaler Identität – das Kremper Tor verbindet Tradition mit moderner Museumspraxis und lädt zum Entdecken ein.