Ruine Stasiobjekt "Forsthaus Treppeln"
Tipps
- Das Gelände ist derzeit noch in Bau und Umbau, daher sollte man sich über aktuelle Besuchszeiten informieren.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte, die Geschichte und Spiritualität miteinander verbinden möchten.
- Für mehr Komfort bei zukünftigen Besuchen kann man sich über die geplanten Klosterführungen informieren.
Eigenschaften
Über Ruine Stasiobjekt "Forsthaus Treppeln"
Die Ruine des ehemaligen Stasiobjekts „Forsthaus Treppeln“ befindet sich im brandenburgischen Neuzelle Treppeln im Kreis Oder-Spree. Das Gelände war einst ein Erholungsheim der Stasi und wurde nach der Wende stillgelegt. Heute ist es Schauplatz eines besonderen Neubeginns: Mitten auf dem Areal entsteht das Zisterzienserkloster Maria Friedenshort – ein Ort des Glaubens, der Hoffnung und der geistlichen Erneuerung.
Die Übernahme des ehemals abgesperrten und heruntergewirtschafteten Geländes durch eine Gemeinschaft von Zisterziensermönchen markiert einen tiefgreifenden Wandel. Wo einst staatliche Kontrolle und Zurückgezogenheit bestimmten, soll nun ein geistliches Zentrum entstehen, das Menschen aus der Region und darüber hinaus einlädt, innezuhalten, zu beten und Gemeinschaft zu erfahren. Die Ruine des Forsthauses selbst zeugt noch von der Vergangenheit des Ortes und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur Vision der Mönche.
Das Klosterprojekt wird von einer wachsenden Gemeinschaft getragen: Neben geschworenen Mönchen im Zisterzienserorden leben auch Novizen und Kandidaten auf dem Gelände, das sich idyllisch inmitten lebendiger Natur befindet. Die derzeit provisorischen Unterkünfte im nahegelegenen Pfarrhaus und Wohnwagen machen deutlich, dass der Neubeginn mit Bescheidenheit erfolgt – doch die Pläne reichen weit: Es entsteht der „Bernhardshof“, der erste Baustein eines neuen, barocken Klosterensembles.
Besucher sind herzlich eingeladen, sich von der Atmosphäre des Ortes berühren zu lassen, am gemeinsamen Gebet teilzuhaben oder einfach nur innezuhalten. Die Mönche verstehen ihr Kloster als „Feuerherd der Liebe“, an dem Menschen Halt und Orientierung finden können. Die Vision des Priorats ist es, mitten in Brandenburg eine Oase des Glaubens zu schaffen – eine spirituelle Antwort auf die geistliche „Wüste“ der Zeit.
Die Ruine des ehemaligen Forsthauses bleibt dabei ein sichtbares Zeugnis der Geschichte des Ortes. Gleichzeitig steht sie symbolisch für den Neuanfang, der hier auf vielfältige Weise gelingt: als kulturelle, spirituelle und gesellschaftliche Versöhnung. Wer das Gelände heute betritt, erlebt diese Spannung zwischen Verfall und Erneuerung, zwischen Geschichte und Zukunft – und wird Teil einer bewegenden Geschichte, die Hoffnung schreibt.