Roitzschberg Gröbern
Highlights
- Gröbern ist ein Ortsteil von Niederau im Landkreis Meißen mit 458 Einwohnern.
- Der Ort liegt 4 km nordöstlich von Meißen am Nordwesthang des Elbtalgrabens.
- Erstmals erwähnt 1180, wurde Gröbern später durch Pest und Kriege stark beeinträchtigt.
Tipps
- Besuchen Sie die Evangelisch-Lutherische Kirche, ein barockes Bauwerk aus den Jahren 1686–1689, das anstelle einer durch Brand zerstörten Vorgängerkirche errichtet wurde.
- Erkunden Sie den Roitzschberg, ehemaliges Rittergut mit botanischen Besonderheiten wie der Wilden Tulpe und der Echten Schlüsselblume.
- Nutzen Sie die Nähe zur Staatsstraße 177 für kurze Wanderungen entlang des Elbtalgrabens und durch das Umland von Gröbern.
Eigenschaften
Historisches Museum Roitzschberg Gröbern Meißen
Roitzschberg Gröbern ist ein historisch gewachsenes Dorf im Landkreis Meißen im sächsischen Bundesland Niedersachsen. Mit rund 458 Einwohnern zählt es heute zu den größeren Ortsteilen der Gemeinde Niederau, zu der es seit 1994 gehört. Geografisch liegt Gröbern etwa vier Kilometer nordöstlich der Stadt Meißen und erstreckt sich am Nordwesthang des Elbtalgrabens. Die Ortschaft ist über die Staatsstraße 177 erreichbar, die in Richtung Radeburg führt. Unmittelbar nordöstlich des Ortes befindet sich eine größere Mülldeponie, die Deponie Gröbern.
Die Siedlungsgeschichte von Gröbern reicht weit zurück. Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung bereits in der Bronzezeit hin, wobei die zugehörige Siedlung vermutlich im Süden des heutigen Ortes lag. Ein Gräberfeld aus der frühen Eisenzeit unterstreicht die frühgeschichtliche Bedeutung des Ortes. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gröbern im Jahr 1180. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort um eine Kirche, die als Zentrum des Gemeindelebens diente. Im 15. Jahrhundert wurde Gröbern während der Hussitenkriege zerstört und entvölkert, doch später wieder aufgebaut. Nach der Reformation wurde das Dorf dem Prokuraturamt Meißen unterstellt.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Ortes war eine verheerende Pestepidemie, die über mehrere Jahre hinweg zahlreiche Einwohner dahinraffte. Die heutige evangelisch-lutherische Kirche wurde Ende des 17. Jahrhunderts als Ersatz für eine zuvor durch Brand zerstörte Kirche errichtet. Der Bau wurde durch einen sächsischen Juristen und Rittergutsbesitzer finanziert. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde in Gröbern Weinbau betrieben, mit jährlichen Erträgen von bis zu 1200 Fass. Besonders der Roitzschberg war damals ein Zentrum mit mehreren Winzereien. Heute beherbergt der Kegelberg seltene botanische Arten wie die Wilde Tulpe und die Echte Schlüsselblume.
Die Gemeinde Jessen, mit der Gröbern bis 1965 eine eigene Gemeinde bildete, prägte ebenfalls die jüngere Geschichte des Ortes. Heute erstrecken sich entlang der Staatsstraße und rund um die Kirche zahlreiche traditionelle Bauernhöfe. Die Ortsverbindungsstraßen nach Ockrilla, Niederau und Jessen sind vorwiegend von Ein- und Zweifamilienhäusern gesäumt. Gröbern vermittelt damit einen lebendigen Eindruck ländlicher Tradition und regionaler Verbundenheit im Herzen des Meißner Landes.
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Häufige Fragen zu Roitzschberg Gröbern
Wo liegt Gröbern in Meißen?
Quelle: wikipedia
Wie viele Einwohner hat Gröbern?
Quelle: wikipedia
Was ist die Geschichte von Gröbern?
Quelle: wikipedia
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Gröbern?
Quelle: wikipedia
Was ist heute auf dem Roitzschberg zu finden?
Quelle: wikipedia