Denkmal/Gedenkstätte

Vertriebenendenkmal

65468 Trebur

Highlights

  • Das Vertriebenendenkmal in Trebur erinnert an die Notlandung des LZ 4 von Graf Zeppelin am 4. August 1908.
  • Es steht am Geinsheimer Kornsand und ist aus Bruchsteinen massiv errichtet.
  • Die Inschrift nennt den genauen Ort und Zeitpunkt der Landung.

Tipps

  • Das Denkmal ist gut erreichbar und gepflegt, ein Besuch lohnt sich besonders bei Wanderungen entlang des Rheins.
  • Vom Denkmal aus führen schöne Wege zum Rheinufer und in das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue.
  • Ein Abstecher zum Zeppelinmuseum in Neu-Isenburg ergänzt den Besuch um historische Einblicke.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Vertriebenendenkmal

Das Vertriebenendenkmal befindet sich im hessischen Trebur, einem Ortsteil im Kreis Groß-Gerau. Es erinnert an die Notlandung des Luftschiffs LZ 4 des Grafen Ferdinand von Zeppelin während seines ersten Langstreckenflugs. Das Ereignis fand am Ufer des Rheins bei Stromkilometer 480 statt, gegenüber den Orten Nierstein und Oppenheim. Aufgrund eines Motorenschadens musste das Luftschiff am Abend des vierten August ungeplant landen. Die Inschrift des Denkmals verweist auf diesen historischen Vorfall und würdigt damit einen Meilenstein der frühen Luftfahrtgeschichte.

Das Denkmal selbst ist schlicht gehalten und besteht aus Bruchsteinen. Es zeigt keine aufwendige Architektur, doch seine massive Form und die zentrale Lage verleihen ihm eine gewisse Wucht. Eine Sitzbank ist direkt in das Mauerwerk integriert, was einen ruhigen und zugleich informativen Aufenthaltsort ermöglicht. Die Gestaltung des Denkmals spiegelt die damalige Euphorie für die neuen Luftfahrzeuge wider, die die Bevölkerung in Aufregung versetzten. Obwohl der Flug mit einem technischen Defekt endete, wurde dieser Tag später als Beginn der nationalen Luftschifffahrt in Deutschland gewertet.

Der Standort ist gut erreichbar und bietet neben der historischen Bedeutung auch einen schönen Ausblick in Richtung Rhein. Besucher berichten von einer gepflegten Umgebung, in der das Denkmal trotz des natürlichen Grünwuchses im Mauerwerk einen würdigen Eindruck macht. Zwei Mülleimer sorgen für Sauberkeit, was auf eine regelmäßige Pflege hinweist. Die unmittelbare Nähe zum Rheinufer macht den Ort zudem zu einem möglichen Startpunkt für Wanderungen entlang des Deichs, beispielsweise in Richtung Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue oder entlang des Sommerdammes.

Das Denkmal steht offen und ist barrierearm zugänglich. Es innezuhalten und die historische Dimension des Geschehens zu reflektieren. Obwohl der Erbauer des Denkmals nicht bekannt ist, hat es durch seine schlichte Inschrift und die markante Form eine bleibende Erinnerung an die frühe Luftfahrtgeschichte geschaffen. Die Stelle des unfreiwilligen Landeplatzes wurde bereits kurz nach dem Ereignis mit einem Gedenkstein versehen, was die öffentliche Wertschätzung für die technische Innovation jener Zeit unterstreicht.

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