Stadtpark

Schlehdorn / Kirchhorst

46244 Bottrop

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Schlehdorn / Kirchhorst in Bottrop umfasst 35,80 Hektar strukturreichen Laubmischwald.
  • Im Gebiet leben seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter Eichen-Hainbuchenwälder und Feuchtgrünlandflächen.
  • Es dient als Trittsteinbiotop und schützt naturnahe Lebensräume in der landwirtschaftlich geprägten Region.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Schlehdorn / Kirchhorst in Bottrop eignet sich für Naturliebhaber, die artenreiche Laubmischwälder und Feuchtgrünlandflächen erkunden möchten.
  • Im Gebiet sind besondere Biotope wie Bachoberläufe und Altholzbestände geschützt, was es lohnenswert macht, diese Flächen respektvoll zu betreten.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Beobachter von seltenen Tier- und Pflanzenarten, da das Gebiet als Trittsteinbiotop regional bedeutsam ist.

Eigenschaften

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Über Schlehdorn / Kirchhorst

Das Naturschutzgebiet Schlehdorn / Kirchhorst befindet sich im Stadtgebiet von Bottrop im westfälischen Nordrhein-Westfalen. Es umfasst eine Fläche von rund 35,8 Hektar und gilt seit dem Jahr 2015 als rechtskräftig ausgewiesenes Schutzgebiet. Das Areal erstreckt sich über ein strukturreiches Waldstück, das durch einen hohen Anteil an naturnahen Eichen- und Hainbuchenwäldern geprägt ist. Im Zentrum des Schutzgebiets stehen alte Baumbestände, darunter auch seltene Buchen mit Ilex in der Strauchschicht. Im Südwesten des Gebiets dominieren starke und alte Bäume, während in der westlichen Hälfte nicht standortgerechte Kiefern- und Pappelbestände vorhanden sind, deren Umwandlung in Laubmischwälder ein wichtiges Schutzziel darstellt.

Ein besonderes Merkmal des NSG Schlehdorn / Kirchhorst sind die feuchten Lebensräume entlang der Bachoberläufe der Boye. Im Norden und Zentrum des Gebiets verlaufen zwei kleinere, mäandrierende Gewässerabschnitte mit geringer Wasserführung, die als §62-Biotope nach dem Landschaftsgesetz NRW gelten. Südöstlich des Waldes schließt sich ein schmaler Grünlandstreifen an, der durch Feuchtgrünlandflächen und Hochstaudenfluren geprägt ist. Diese Flächen sind zum Teil brachliegend oder werden extensiv gemäht. Teilweise kommen hier Binsen- und Seggenfluren zur Ausbildung, die aufgrund ihrer hohen Feuchte als wertvolle Biotopflächen gelten. Im Osten entlang der Boye befinden sich zudem Ufergehölze mit alten Einzelbäumen, die zur landschaftlichen Eigenart des Gebiets beitragen.

Das Schutzgebiet fungiert als Trittsteinbiotop zwischen den Waldflächen der Kirchheller Heide und dem Hohe Heide-Gebiet. Aufgrund seiner Lage innerhalb einer überwiegend landwirtschaftlich genutzten Landschaft gewinnt es eine besondere Bedeutung für den Erhalt regionaler Biodiversität. Neben der Erhaltung und Pflege der artenreichen Feuchtgrünlandflächen ist ein weiteres Ziel die naturnahe Waldbewirtschaftung mit dem Ziel, den Anteil standortheimischer Laubgehölze zu erhöhen. Besonderer Schutz genießen außerdem Altholzbestände sowie landschaftsprägende Elemente wie der erhaltenswerte Waldbestand und die natürlichen Quellbereiche. Das NSG Schlehdorn / Kirchhorst verkörpert damit eine seltene Kombination aus Wald, Feuchtgrünland und kulturlandschaftlichen Strukturen im stark genutzten Raum des Emscherlands.

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