Deutschordenskommende St. Katharina
Highlights
- Die Deutschordenskommende St. Katharina in Nippes ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert.
- Sie wurde 1260 der hl. Katharina geweiht und gehört heute zu den kleinsten Kirchen in Köln.
- In der Kirche befinden sich unter anderem eine Kanzel aus 1622 und ein gotisches Chorhaus.
Tipps
- Direkt am Niehler Damm gelegen, ist die Kirche gut zu Fuß erreichbar und bietet einen ruhigen Platz zum Verweilen im Grünen.
- Einige Meter weiter den Niehler Damm entlang Richtung Innenstadt liegt das Gaffel im Linkewitz, bekannt für Speis und Trank direkt am Rhein.
- Die romanische Kirche mit gotischen Ergänzungen beherbergt wertvolle Kunstwerke aus verschiedenen Epochen, darunter eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und Chorfenster von 1978.
Eigenschaften
Über Deutschordenskommende St. Katharina
Die Deutschordenskommende St. Katharina in Nippes zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern in Rheinland-Pfalz und ist ein markanter Teil der Kölner Kirchenlandschaft. Die romanische Kirche, auch als „Niehler Dömchen“ bekannt, liegt direkt am Niehler Damm und gilt als eine der ältesten Pfarrkirchen des ehemaligen Kölner Umlands. Ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet, gehörte sie zunächst zum Kunibertstift und wurde später der hl. Katharina geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Bauwerk mehrfach umgebaut und erweitert, was sich besonders im Wechsel der Baustile von romanisch zu gotisch niederschlägt.
Die Kirche verfügt über eine dreischiffige Basilika mit einem Westturm, wobei das südliche Seitenschiff im Mittelalter abgerissen und durch einen gotischen Chor ersetzt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde das nördliche Seitenschiff erneut aufgebaut. Besondere architektonische Elemente sind der historische Ziegelboden aus dem 18. Jahrhundert sowie die restaurierten Gewölbemalereien aus dem 16. Jahrhundert. Die Chorfenster mit Heiligendarstellungen stammen aus den 1970er Jahren und wurden vom Künstler Professor Pieper entworfen. Eine Orgel aus den 1980er Jahren komplemetiert die Innenausstattung im linken Kirchenbereich.
Innenräume beherbergen verschiedene kunsthistorische Zeugnisse, darunter eine Kanzel mit Darstellung der hl. Katharina aus dem 17. Jahrhundert, eine gekrönte Madonna aus dem 16. Jahrhundert sowie eine Abendmahls-Skulptur aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die Glocken stammen aus den 1970er Jahren und laden regelmäßig zur Andacht ein. Im Außenbereich erinnert eine Mauer mit dem Standbild des hl. Johannes von Nepomuk an den ehemaligen Eisbrecher aus dem 18. Jahrhundert, der zur Hochwassersicherung errichtet wurde. Auch der ehemalige Niehler Kirchhof östlich der Kirche, der bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurde, gehört zur historischen Umgebung.
Die Kirche ist eng mit der Entwicklung der umliegenden Stadtteile Nippes, Niehl und Mauenheim verknüpft. Bis heute erinnert der „Niehler Kirchweg“ an ihre Funktion als einzige Pfarrkirche für ein großes Umland. Gelegentlich finden hier kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Ausstellungen im Rahmen der „Kunst-Aktion im/am Niehler Dom“, die über mehrere Tage Besucher aus der Region anziehen. Regelmäßige Öffnungszeiten sind derzeit nicht etabliert, Führungen werden gelegentlich vom Katholischen Bildungswerk Köln angeboten, etwa im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“.