Denkmal/Gedenkstätte

Hinweistafel Zwangsarbeiterlager

Stammheimer Ufer, 50735 Mülheim

Highlights

  • 2009 errichtete die Geschichtswerkstatt Mülheim mit Partnern eine Hinweistafel zum Zwangsarbeiterlager an der Schlackenbergwerft.
  • Die Tafel erinnert an Zwangsarbeiter:innen während des Zweiten Weltkriegs in Mülheims Industriegebiet – Teil lokaler NS-Geschichte.
  • Materialien aus dem Archiv der VVN-BdA Köln flossen in die Aufarbeitung des Lagers ein.

Tipps

  • Die Hinweistafel dokumentiert die Geschichte des Zwangsarbeiterlagers an der Schlackenbergwerft und bietet Einblicke in die lokalen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs.
  • Die Aufstellung der Tafel erfolgte im Jahr 2009 durch die Geschichtswerkstatt Mülheim in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum Köln und einer Schule.
  • Die Tafel integriert historische Quellen wie Briefe, Dokumente oder Erinnerungsberichte, die im Kulturbunker der Geschichtswerkstatt archiviert werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Zwangsarbeiterlager Mülheim: Hinweistafel

Die Hinweistafel zum Zwangsarbeiterlager in Mülheim ist ein bedeutendes historisches Mahnmal, das an die dunkle Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Aufgestellt wurde sie im Jahr 2009 durch die Geschichtswerkstatt Mülheim in enger Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie der Willy-Brandt-Gesamtschule Köln-Höhenhaus. Die Tafel dient als stummer Zeuge für die Zwangsarbeit, die während des Zweiten Weltkriegs in der Region stattfand und die Lebensrealität vieler Menschen prägte.

Die Geschichtswerkstatt Mülheim engagiert sich seit 1999 für die Aufarbeitung der lokalen Geschichte. Dabei setzt sie nicht nur auf archivierte Dokumente, sondern auch auf mündliche Überlieferungen. Durch Gespräche mit Zeitzeugen, die eigene Erinnerungen weitergeben, gelingt es, die Vergangenheit lebendig zu halten. Neben Fotos, Briefen und historischen Materialien wird das Wissen auch durch Stadtteilführungen vermittelt, die nach Absprache angeboten werden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Aufarbeitung des NS-Regimes, unterstützt durch Materialien aus dem Archiv der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten Köln. Ein zentraler Beitrag stammt aus dem Nachlass des Salesianerpaters Herbert Diekmann, dessen historische Forschung bis heute durch seine Webseite dokumentiert wird. Seine Recherchen liefern wichtige Erkenntnisse über die Zwangsarbeit in der Region und tragen zur Aufklärung bei.

Die Tafel steht an der Schlackenbergwerft, einem Ort mit besonderer historischer Bedeutung. Sie erinnert an die Menschen, die hier unter unwürdigen Bedingungen arbeiten mussten, und mahnt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Durch solche Gedenkorte wird die Verantwortung für die Vergangenheit wachgehalten und die Bedeutung von Toleranz und Menschenwürde betont.

Wer sich für die Aufarbeitung der Mülheimer Geschichte interessiert, findet hier einen Ort der Reflexion. Die Geschichtswerkstatt Mülheim lädt dazu ein, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und das Erbe der Zwangsarbeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Tafel ist somit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung von Erinnerungskultur.

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