Neuapostolische Kirche Köln-Mitte
Highlights
- Seit Dezember 2011 vereint die Neuapostolische Kirche Köln-Mitte die früheren Gemeinden Köln-Ehrenfeld und Köln-Nippes unter einem Dach in Ehrenfeld.
- Die Gemeinde bietet rollstuhlgerechte Zugänge, Parkplätze und WC-Anlagen sowie seit 2023 die Ordination von Frauen in geistliche Ämter.
- 1894 begann die Neuapostolische Kirche in Köln mit der Gründung der ersten Versammlungsstätte im Rheinland, heute zentraler Standort in Köln-Mitte.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Eintritt in den Versammlungsraum der Gemeinde.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Kirchengebäudes zur Verfügung.
- Das rollstuhlgerechte WC befindet sich im Erdgeschoss und ist für Besucher leicht zugänglich gestaltet.
Eigenschaften
Neuapostolische Kirche Köln-Ehrenfeld: Sakrale Kultur
Die Neuapostolische Kirche Köln-Mitte in Ehrenfeld ist ein bedeutender sakraler Ort mit einer reichen Geschichte und einer lebendigen Gemeinde. Die Ursprünge der Neuapostolischen Kirche in Köln reichen bis ins Jahr 1894 zurück, als der spätere Bezirksapostel August Hölzel während einer Wanderung den Samen für die Wiederherstellung des Apostelamts in der Region streute. Schon bald formierte sich eine kleine, aber engagierte Gruppe von Gläubigen, die sich trotz anfänglicher Skepsis für eine eigene Versammlungsstätte einsetzte. 1901 wurde schließlich ein großer Saal erworben, der als erste käuflich erworbene Kirche der Neuapostolischen Kirche im Rheinland diente und bis heute als zentraler Treffpunkt für Gemeindemitglieder aus dem linksrheinischen Kölner Raum gilt.
Die Geschichte der Kirche in Ehrenfeld selbst begann 1924, als die Gemeinde einen Viaduktbogen am Ehrenfelder Bahnhof als Versammlungsort mietete. Nach fünf Jahren in dieser provisorischen Location musste die Gemeinde mehrfach den Standort wechseln, bis unter der Leitung von Bezirksapostel Brinkmann eine vollständige Neugestaltung erfolgte. Parallel dazu entwickelte sich auch die Gemeinde in Nippes, deren ursprüngliche Kirche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach Kriegsende fanden die Gottesdienste zunächst in Privatwohnungen statt, bevor ab 1946 die Schule in der Auguststraße als Versammlungsort genutzt wurde. Später wurde an dieser Stelle ein Wohnhaus errichtet, das die Erinnerung an die segensreiche Zeit der Kirche bewahrt.
Im Dezember 2011 fusionierten die Gemeinden Köln-Ehrenfeld und Köln-Nippes zur heutigen Neuapostolischen Kirche Köln-Mitte. Dieser Zusammenschluss erfolgte im Zusammenhang mit einer umfassenden Sanierung der Kirche in Ehrenfeld, die nach ihrer Wiedereröffnung im neuen Glanz erstrahlte. Die Gemeinde setzt sich seitdem für eine offene und inklusive Glaubenspraxis ein – ein Zeichen für die moderne Ausrichtung der Neuapostolischen Kirche, die seit 2023 auch Frauen in geistliche Ämter ordiniert. Mit einem Google-Rating von 4,6 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt der Standort als barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und WC, was ihn zu einem weltoffenen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft macht.
Die Kirche in Ehrenfeld steht im Herzen eines lebendigen Stadtteils und verbindet historische Kontinuität mit zeitgemäßem Gemeindeleben. Regelmäßige Gottesdienste, ökumenische Veranstaltungen wie der seit 2017 stattfindende Himmelfahrts-Gottesdienst in der Marktkapelle am Geisselmarkt und eine aktive Jugendarbeit prägen das Profil des Ortes.