Museum

Rheinisches Industriebahn-Museum

Longericher Str. 214, 50739 Nippes

Highlights

  • Das Rheinische Industriebahn-Museum in Köln-Nippes zeigt eine der größten Sammlungen deutscher Industriebahnfahrzeuge.
  • Es nutzt seit 1992 das ehemalige Bahnbetriebswerk Köln-Nippes, erbaut 1914.
  • Schwerpunkte der Ausstellung sind Fahrzeuge der Firmen Deutz und Arnold Jung.

Tipps

  • Das Museum ist derzeit nicht für Besucher geöffnet, da keine regulären Betriebstage stattfinden.
  • Interessierte sollten die Website oder Facebook-Seite des Vereins auf aktuelle Ankündigungen prüfen.
  • Das Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks in Köln-Bilderstöckchen ist von außen sehenswert.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Rheinisches Industriebahn-Museum

Das Rheinische Industriebahn-Museum in Nippes zählt zu den bedeutenden Technikmuseen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es entstand 1987 mit dem Ziel, Industriebahnfahrzeuge zu erhalten und deren Geschichte zu erforschen. Seit 1992 befindet sich der Vereinssitz des Museums im ehemaligen Bahnbetriebswerk Köln-Nippes, einem der letzten großen Eisenbahn-Hochbauten des preußischen Staates im Rheinland. Die Anlage, ursprünglich 1914 errichtet, spielte über Jahrzehnte eine zentrale Rolle im Güter- und Personenverkehr der Region.

Die Sammlung des Museums umfasst etwa 70 Triebfahrzeuge unterschiedlicher Spurweiten und Antriebsarten, darunter Normalspur- und Feldbahnen mit 600 mm Spurweite. Diese Fahrzeuge wurden in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt – von Bergbau bis hin zu Ziegelwerken. Besondere Schwerpunkte bilden Lokomotiven der Kölner Firma Deutz sowie Fahrzeuge der Arnold Jung Lokomotivfabrik aus Kirchen-Jungenthal. Die Vielfalt der Exponate spiegelt die industrielle Entwicklung der Region wider und zeigt die technische Vielseitigkeit der ehemaligen Betriebslokmodelle.

Das Gelände des Museums erstreckt sich über eine große Fläche und umfasst historische Gebäude, Gleisanlagen sowie eine ehemalige Bekohlungsanlage. Seit 1996 sind Teile der Anlage unter Denkmalschutz gestellt, darunter die Gleise, die inzwischen als Anschlussbahn betrieben werden. Das Museum übernimmt damit nicht nur eine erhaltenswerte Bausubstanz, sondern auch lebendige Eisenbahngeschichte. Neben dem RIM nutzen heute auch ein Feuerwehrverein sowie der Freundeskreis Eisenbahn Köln das Areal.

Die Besucher*innen erhalten Einblicke in die Entwicklung und den Betrieb von Industriebahnen, die einst für den Gütertransport in vielen Regionen unerlässlich waren. Regelmäßig finden Sonderfahrten und Veranstaltungen statt, die den Besuch des Museums ergänzen. Obwohl aktuell keine festen Öffnungszeiten bestehen, wird über die Website und soziale Medien informiert, sobald Führungen oder Fahrtage angeboten werden. Das Engagement des Vereins trägt maßgeblich dazu bei, die technische und kulturelle Erbe der rheinischen Industriebahn für zukünftige Generationen zu bewahren.

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