Denkmal/Gedenkstätte

Pagenhaus

Herrenhäuser Str. 6, 30419 Hannover

Highlights

  • Das Pagenhaus in Hannover ist das älteste erhaltene Gebäude der Baugruppe am Großen Garten in Herrenhausen.
  • Es wurde 1707/08 für die Pagen des Kurfürstlich Hannoverschen Hofstaates errichtet und später saniert.
  • Heute dient es als Wohnhaus und ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles an der Alten Herrenhäuser Straße.

Tipps

  • Das Pagenhaus in Hannover befindet sich an der Alten Herrenhäuser Straße und ist Teil einer denkmalgeschützten Baugruppe am Großen Garten.
  • Das Gebäude wurde ursprünglich um 1707/08 für die Pagen des hannoverschen Hofstaates errichtet und später umfangreich saniert.
  • Heute sind im Pagenhaus Wohnungen untergebracht, die teilweise als Eigentum erworben werden können.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Pagenhaus

Das Pagenhaus in Hannover ist das älteste erhaltene Gebäude der denkmalgeschützten Baugruppe am Großen Garten in Herrenhausen. Errichtet zu Beginn des 18. Jahrhunderts, diente es ursprünglich als Unterkunft für die Pagen des Kurfürstlich Hannoverschen Hofstaates sowie für Lehrkräfte und Teile der Dienerschaft. Das Gebäude befindet sich an der Alten Herrenhäuser Straße und umfasst die Hausnummern 6, 6A, 6B und 6C. Heute wird es als Wohnhaus genutzt und zählt zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region.

Der Bau des Pagenhauses erfolgte nach der Erhebung Hannovers zum Kurfürstentum auf dem Gelände ehemaliger Hofstellen. Beauftragt wurde der Architekt Louis Remy de la Fosse, obwohl ältere Quellen auch Brand Westermann als Baumeister nennen. Entstanden ist ein langgestrecktes Fachwerkgebäude mit einem der ersten Mansarddächer in Hannover, genauer gesagt einem Walmmansarddach. Auf dem Dach wurde 1708 eine Wetterfahne angebracht. Der offene Dachreiter wurde erst deutlich später, im Jahr 1792, ergänzt und stammt möglicherweise vom Celler Schloss.

Das Erdgeschoss des Gebäudes hatte wechselnde Nutzungen. Eine große Möbelkammer wurde ab 1716 zur Erweiterung der Orangerie genutzt, bevor sie später in eine Wohnung umgewandelt wurde. Ebenso bewohnte der Hofgärtner Georg Ernst Tatter ab 1733 einen der Räume als Dienstwohnung. Diese flexible Nutzung spiegelt die Bedeutung des Gebäudes als zentraler Teil des höfischen Lebens wider. Im Laufe der Jahre wurde das Pagenhaus mehrfach umgenutzt und modernisiert, wobei stets der Erhalt seiner historischen Substanz im Vordergrund stand.

Ab etwa 2005 bot die stadteigene Immobiliengesellschaft GBH den Mietern an, ihre Wohnungen als Eigentumswohnungen zu erwerben. Die Verwaltung des Gebäudes wurde daraufhin an die Verwaltungsgesellschaft Ostland übertragen. Rund fünf Jahre später, Anfang 2010, begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten, um den denkmalgeschützten Zustand des Pagenhauses langfristig zu sichern. Diese Maßnahmen wurden begleitet von öffentlicher Aufmerksamkeit, unter anderem durch Berichterstattung in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

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