Quermarkenfeuer Norddorf
Highlights
- Das Quermarkenfeuer Norddorf auf Amrum dient der Schifffahrt als Leitfeuer zum Hafen von Hörnum auf Sylt.
- Der Leuchtturm wurde 1906 erbaut und zeigt drei Lichtsektoren in Weiß, Rot und Grün mit unterschiedlichen Tragweiten.
- Seit 1984 wird das Feuer ferngesteuert, nachdem es bis in die 1930er Jahre mit Blaugas betrieben wurde.
Tipps
- Der Bohlenweg zum Quermarkenfeuer bietet ausreichend Ruhebänke und schöne Ausblicke auf das Meer.
- Der Weg führt durch idyllische Dünentäler und ist auch für weniger fitte Personen geeignet.
- Vom Quermarkenfeuer aus ist der Leuchtturm Norddorf sowie die umliegende Naturlandschaft gut einzusehen.
Eigenschaften
Über Quermarkenfeuer Norddorf
Das Quermarkenfeuer Norddorf befindet sich im Ort Norddorf auf der Nordseeinsel Amrum im Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein. Es steht südwestlich des Ortes im Naturschutzgebiet Amrumer Dünen nahe des Kniepsandes. Die Bezeichnung „Quermarkenfeuer“ bezieht sich auf die Funktion des Bauwerks als Leitfeuer für die Schifffahrt, insbesondere zur Orientierung bei der Ansteuerung des Hafens von Hörnum auf Sylt. Obwohl es sich um ein relativ kleines Seezeichen handelt, hat das Feuer eine wichtige Rolle im maritimen Verkehr der Region.
Der Leuchtturm besteht aus zwei Stockwerken und ruht auf einem konisch geformten Backsteinsockel. Der zylindrische Turmkörper wurde aus miteinander verschraubten gusseisernen Mantelplatten errichtet, während die obere Laterne aus Stahl gefertigt ist. Das Dach der Laterne besteht aus Kupfer und ist konisch geformt. Die Feuerhöhe beträgt 22 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. Das Lichtsignal des Turms wird durch eine Gürtellinse erzeugt und zeigt drei verschiedene Sektoren in Weiß, Rot und Grün. Die Tragweite variiert je nach Farbe und liegt zwischen etwa 11,8 und 16,1 Seemeilen. Die Kennung des Feuers lautet „Ubr. w. r. gn. 6 s“.
Das Quermarkenfeuer wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und stammt von der Berliner Firma Julius Pintsch AG. Architektonische Elemente des Turms weisen einen Jugendstil-Einfluss auf. Ursprünglich wurde das Feuer mit Blaugas-Glühlicht betrieben, später in den 1930er Jahren auf elektrischen Antrieb umgestellt. Noch heute ist am Fuße der Düne die Ruine eines ehemaligen Gasbunkers erhalten, der als Depot für den Betriebsstoff diente. Bis 1984 wurde das Feuer vor Ort betreut, danach erfolgte die Übernahme durch eine Fernsteuerung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Tönning.
Das Quermarkenfeuer Norddorf ist über einen landschaftlich reizvollen Weg zu erreichen, der durch Dünen und entlang von Bohlenwegen verläuft. Die Wanderung bietet neben etlichen Auf- und Abstiegen auch ausreichend Ruhepunkte in Form von Bänken. Besucher berichten von einem idyllischen Ambiente, das durch die Dünenlandschaft und die Nähe zur Vogelkoje geprägt ist. Der Blick vom Leuchtturm aus erstreckt sich über das Meer und die umliegende Dünenkulisse, was viele Gäste als besonders eindrucksvoll empfinden.
Heute steht das Quermarkenfeuer Norddorf nicht nur als technisches Denkmal, sondern auch als kulturhistorisches Zeugnis der maritimen Vergangenheit der Region. Es ist ein stillgelegtes, aber dennoch gut erhaltenes Bauwerk, das sowohl Wanderer als auch Interessierte der Seefahrtsgeschichte anspricht. Die Kombination aus historischem Wert, Naturnähe und landschaftlicher Schönheit macht den Standort zu einem lohnenswerten Ziel im Norden von Amrum.