Stadtpark

Alter Friedhof Nordhausen

Leimbacher Str. 30, 99734 Nordhausen

Highlights

  • Der Alter Friedhof Nordhausen wurde 1876 eröffnet und war bis 1947 in Nutzung.
  • Nach seiner Schließung entstand eine waldähnliche Parkanlage mit Naherholungsbereich.
  • Bedeutende Persönlichkeiten wie Hermann Schliebitz und Armin Früh ruhen dort.

Tipps

  • Beim Besuch des ehemaligen Zentralfriedhofs in Nordhausen lohnt sich ein Spaziergang durch die heute waldähnliche Parkanlage, um die historische Atmosphäre zu spüren.
  • Interessante Details zur Geschichte des Friedhofs und seiner Umgestaltung lassen sich in lokalen Quellen oder Stadtführern nachlesen.
  • Nahegelegene Sehenswürdigkeiten wie der Dom zum Heiligen Kreuz oder der Förstemannpark bieten ergänzende Einblicke in die Stadtgeschichte.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Alter Friedhof Nordhausen

Der Alter Friedhof Nordhausen, gelegen im Stadtgebiet von Nordhausen im Landkreis Nordhausen, Thüringen, ist heute eine waldähnliche Parkanlage. Ursprünglich als Zentralfriedhof an der Leimbacher Straße errichtet, stellte er ab seiner Eröffnung den ersten kommunalen Friedhof der Stadt dar. Die Fläche umfasste rund 9200 Quadratmeter und war durch eine massive Bruchsteinmauer begrenzt. Der Haupteingang führte zu einer Kapelle aus gelben Klinkern, die zusätzlich Wohnräume für Friedhofspersonal beinhaltete.

Nachdem die Nutzung des Friedhofs im Laufe der Zeit zurückging, wurden in den 1960er Jahren bedeutende Grabstellen dokumentiert, bevor der Friedhof endgültig geschlossen wurde. Einige Gräber wurden auf den Hauptfriedhof umgesetzt, viele Grabsteine verkauft. In der Folgezeit verfiel das Gelände zunehmend. Die Kapelle wurde in den 1970er Jahren abgerissen, die Mauer teilweise abgebrochen, um Infrastrukturmaßnahmen im Zuge der Stadtentwicklung zu ermöglichen. Jahre des Verfalls und Wildwuchses prägten das Areal, bis Mitte der 1980er Jahre mit Rekultivierungsarbeiten begonnen wurde.

Aus dem ehemaligen Friedhof entstand schließlich ein Naherholungsgebiet mit waldartigen Strukturen, Lichtungen und naturnahen Inseln. Heute dient der Geländebereich als grüne Erholungsfläche innerhalb der Stadt. Im Park befinden sich unter anderem ein Bolzplatz sowie eine Hundefreilauffläche. Einige historische Grabmäler, darunter Obelisken für Persönlichkeiten wie Friedrich Wilhelm Löbnitz, Hermann Schliebitz und Armin Früh, zeugen noch heute von der ehemaligen Bestimmung des Ortes. Die Gestaltung des Geländes orientiert sich an einer Mischung aus Erholungsfunktion und Naturraum, die sowohl Spaziergänge als auch sportliche Aktivitäten ermöglicht.

Der heutige Zustand des Parks spiegelt eine langjährige Entwicklung wider, die vom städtischen Friedhof über eine Phase des Verfalls bis hin zur gezielten Rekultivierung reicht. Die Parkanlage ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden und nimmt als Naherholungsraum eine wichtige Funktion im städtischen Grünverbund ein. Die Lage südlich der Leimbacher Straße grenzt an den Förstemannpark und bietet einen ruhigen Rückzugsort im Stadtgebiet.

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