Kirche/Kloster

St. Dionysius

Kirchpl. 1, 48329 Havixbeck

Tipps

  • Besucher können an Gottesdiensten und Veranstaltungen wie dem Ehrenamtsfest oder Konzerten des Kinderchors DioTonis teilnehmen.
  • Die Kirche ist sehenswert, insbesondere wegen ihrer gotischen Architektur, Sakristei und dem Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert.
  • Informationen zu Öffnungszeiten des Pfarrbüros und aktuellen Terminen finden sich auf der Website der Pfarrei.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral St. Dionysius Havixbeck

Die Pfarrkirche St. Dionysius in Havixbeck im Kreis Coesfeld ist ein bedeutendes sakrals Kulturdenkmal und Mittelpunkt des religiösen Lebens der Gemeinde. Die römisch-katholische Kirche gehört zum Pastoralen Raum Baumberge im Bistum Münster und ist zusammen mit der Stiftskirche Hohenholte Teil der Pfarrgemeinde Havixbeck. Bereits vor dem 11. Jahrhundert gegründet, zählt sie zu den ältesten Kirchenbauten der Region und ist seit Jahrhunderten Ort der Andacht und des Gemeinschaftslebens.

Architektonisch präsentiert sich St. Dionysius als hochgotische Hallenkirche aus Baumberger Kalksandstein. Das Langhaus wurde im 14. Jahrhundert errichtet, der Chor etwas später unter Verwendung älterer Bauteile angefügt. Besonders auffällig ist der Westturm aus dem 12. Jahrhundert mit seinem gotischen Abschlussgeschoss und dem barocken Turmhelm aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Kirche wurde zwischen 1968 und 1971 umfassend saniert, wobei auch die stark beschädigten Gewölbeausmalungen freigelegt wurden. Die Sakristei aus dem frühen 15. Jahrhundert beherbergt zudem eine historische Gewölbemalerei mit Ranken- und Blumendekor.

Die Ausstattung der Kirche umfasst wertvolle Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. Das turmförmige Sakramentshäuschen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt vermutlich vom Meister des Bentlager Sippenreliefs. Der achteckige Taufstein und die spätgotische Steinkanzel datieren auf etwa dieselbe Zeit. Weitere Highlights sind der mit 1528 datierte Standleuchter mit der Figur des Samson, eine Pietà aus Holz aus dem späten 15. Jahrhundert sowie ein Sandsteinepitaph von 1522 mit einer Beweinung Christi von Evert van Roden. Die 1980 erbaute Orgel von Orgelbau Fleiter vereint traditionelle Pfeifen mit moderner Klangtechnik und verfügt über 26 Register.

Im Glockenturm befinden sich vier historische Glocken, darunter die älteste aus dem Jahr 1560 sowie zwei aus dem 17. Jahrhundert, gegossen von Bernhard Wilhelm Stule und Gottfried Delapaix. Die jüngste Glocke trägt den Namen des Heiligen und wurde 1950 gegossen. Die Kirche wird nicht nur für Gottesdienste genutzt, sondern dient auch als Austragungsort für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder das alljährliche Ehrenamtsfest der Gemeinde.

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