Denkmal/Gedenkstätte

Gefallenendenkmal 1866

B287, 97517 Nüdlingen

Highlights

  • Das Gefallenendenkmal 1866 in Winkels (Nüdlingen) ehrt Soldaten des 2. bayerischen Regiments, die 1866 bei Bad Kissingen fielen.
  • Das Denkmal markiert ein Massengrab mit polnischstämmigen Gefallenen und wurde um 1900 auch als ‚Polen-Denkmal‘ bezeichnet.
  • Es steht am Ortsausgang Winkels Richtung Nüdlingen und ist als Baudenkmal (D-6-72-114-392) geschützt.

Tipps

  • Das Gefallenendenkmal befindet sich nahe dem Ortsausgang von Winkels in Richtung Nüdlingen und ist als Baudenkmal registriert.
  • Ein Massengrab unter dem Denkmal erinnert an die im Deutschen Krieg 1866 gefallenen Soldaten des 2. bayerischen Regiments.
  • Die Inschrift am Denkmal dokumentiert den historischen Kontext des Winkelser Ortsausgangs während des Deutschen Krieges von 1866.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Gefallenendenkmal 1866 Nüdlingen

Das Gefallenendenkmal 1866 in Nüdlingen ist ein bewegendes Denkmal, das an die Opfer des Deutschen Krieges von 1866 erinnert. Es befindet sich nahe dem Ortsausgang von Winkels, einem Ortsteil der Gemeinde, und markiert den Ort, an dem im Gefecht bei Bad Kissingen Soldaten des 2. bayerischen Infanterie-Regiments ihr Leben verloren. Das Denkmal steht als stiller Mahnmal am Rand des Schlachtfeldes und ist Teil der historischen Erinnerungskultur der Region.

Das Grabdenkmal ist als schlichte, aber eindrucksvolle Anlage gestaltet und gehört zu den geschützten Baudenkmälern Bad Kissingens. In der Bayerischen Denkmalliste ist es unter der Nummer D-6-72-114-392 verzeichnet. Die Inschrift am Denkmal verweist auf den „Winkelser Ortsausgang für den Deutschen Krieg von 1866“ und unterstreicht damit den lokalen Bezug. Die Gestaltung wird als typische Handwerksarbeit eines Steinmetzes beschrieben, die ohne künstlerische Besonderheiten auskommt.

Historische Quellen deuten darauf hin, dass das Denkmal auch unter anderen Bezeichnungen bekannt war. Um 1900 wurde es in Nüdlingen als „Polen-Denkmal“ bezeichnet, da in der Grabanlage vermutlich polnischstämmige Gefallene bestattet waren. Später, etwa um 1935, wurde es im Sinne der politischen Strömungen der Zeit als „Preußendenkmal“ interpretiert. Diese wechselnden Bezeichnungen spiegeln die wechselvolle Rezeption des Denkmals wider und zeigen, wie historische Symbole je nach Epoche unterschiedlich gedeutet wurden.

Das Denkmal wurde zudem im Werk des Schriftstellers Theodor Fontane erwähnt, der den Deutschen Krieg literarisch aufarbeitete. Obwohl Fontane das Denkmal in seinen Berichten erwähnte, blieb der Name des ausführenden Künstlers ungenannt. Die Anlage selbst ist heute ein stiller Ort der Erinnerung, der an die Opfer des Krieges erinnert und gleichzeitig als Zeugnis der regionalen Geschichte dient. Als Teil der Denkmalliste Bad Kissingens ist sie ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Umgebung.

Wer sich für die Geschichte des Deutschen Krieges oder die Gedenkstätten der Region interessiert, findet im Gefallenendenkmal 1866 eine besinnliche Station. Die schlichte, aber eindringliche Gestaltung lädt zum Innehalten ein und macht das Denkmal zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte. Die Verbindung zu Winkels und Nüdlingen unterstreicht zudem die lokale Verbundenheit mit diesem historischen Ereignis.

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