Denkmal/Gedenkstätte

Zoller-Denkmal

Winkelser Str. 11A, 97717 Bad Kissingen

Highlights

  • Das Zoller-Denkmal ehrt den bayerischen Generalleutnant Oskar von Zoller, der 1866 in der Schlacht bei Kissingen fiel.
  • 1866 errichtet und 1977 an neuen Standort verlegt, steht der Gedenkstein unter Denkmalschutz (D-6-72-114-253).
  • Theodor Fontane erwähnte das Denkmal in seinem Kriegsbericht *Der deutsche Krieg von 1866*, ohne den Bildhauer zu nennen.

Tipps

  • Der Zoller-Gedenkstein befindet sich an einem historischen Standort mit direkter Verbindung zur Münnerstädter Straße und ist durch eine neu angelegte Grünanlage umgeben.
  • Ein Informationsschild am Denkmal bietet Hintergrundinformationen zur Schlacht bei Kissingen und der Bedeutung des Generalleutnants Oskar von Zoller für die Region.
  • Der Gedenkstein liegt zentral in Bad Kissingen und ermöglicht eine kurze Erkundung der umliegenden historischen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und Kuranlagen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Denkmal Zoller-Denkmal Bad Kissingen

Das Zoller-Denkmal in Bad Kissingen ist ein bedeutendes Flurdenkmal, das an den königlich bayerischen Generalleutnant Oskar von Zoller erinnert. Der Gedenkstein wurde zu Ehren seines Einsatzes in der Schlacht bei Kissingen im Jahr 1866 errichtet, einem entscheidenden Gefecht des Deutschen Krieges. Das Denkmal gehört zu den geschützten Baudenkmälern der Region und ist unter der Nummer D-6-72-114-253 in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet.

Die Planung und Errichtung des Denkmals erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Initiative. Ein 1866 gegründetes Denkmalkomitee unter der Leitung von Bezirksamtmann Parseval setzte sich für die Errichtung ein. Der Bildhauer Michael Arnold schuf den Entwurf, doch die spätere Königin Marie Friederike lehnte diesen schließlich ab. Dennoch wurde das Denkmal im November desselben Jahres eingeweiht, wobei Arnold für seine Arbeit ein Honorar von 130 Gulden erhielt. Der Schriftsteller Theodor Fontane erwähnte den Gedenkstein in seinem Kriegsbericht Der deutsche Krieg von 1866, ohne jedoch den Bildhauer explizit zu nennen.

Im Laufe der Zeit wurde das Denkmal mehrfach umgesetzt und restauriert. 1977 erfolgte ein Umzug im Zuge des Ausbaus der Münnerstädter Straße auf die gegenüberliegende Straßenseite, wo eine neue Grünanlage für den Gedenkstein angelegt wurde. Diese Maßnahme sollte die Sichtbarkeit und den Erhalt des Denkmals langfristig sichern. Später, im Jahr 1996, wurde der Zoller-Gedenkstein offiziell in die Denkmalliste aufgenommen, was seine historische und kulturelle Bedeutung unterstreicht.

Das Zoller-Denkmal steht als stummer Zeuge der regionalen Geschichte und erinnert an die militärische Auseinandersetzung, die Bad Kissingen prägte. Es ist ein Beispiel für die Verbindung von lokalem Stolz und öffentlichem Gedenken im 19. Jahrhundert. Bis heute dient es als Anlaufpunkt für Geschichtsinteressierte und Besucher, die sich für die Ereignisse von 1866 und die Entwicklung der Stadt interessieren.

Als Teil des kulturellen Erbes von Bad Kissingen trägt das Denkmal zur Identität der Region bei und zeigt, wie historische Ereignisse in der Landschaft verankert werden. Die umgebende Grünanlage und die spätere Einbindung in die Denkmalliste unterstreichen seinen Stellenwert als geschütztes Kulturgut. Das Zoller-Denkmal bleibt somit ein wichtiger Bezugspunkt für die Erinnerungskultur in der Region.

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