Föhrenbuck
Highlights
- Der Föhrenbuck ist ein 369 m hoher Schuttberg im Süden von Nürnberg.
- Er entstand durch Müll- und Schuttdeponien aus Kriegs- und Industriezeiten.
- Heute bietet er eine Aussicht über Nürnberg und das Hafengebiet.
Tipps
- Der Föhrenbuck ist ein ehemaliger Schuttberg im Nürnberger Süden, heute renaturiertes Naturschutzgebiet mit Sandgruben und Waldflächen.
- Beliebter Spaziergangsort mit Aussicht auf den Bayernhafen und das Hafengebiet, besonders bei Hundebesitzern.
- Aufgrund der Geschichte als Deponie und Schuttberg kann Regenwasser belastet sein – Hinweise vor Ort beachten.
Eigenschaften
Über Föhrenbuck
Der Föhrenbuck ist eine künstliche Erhebung im Süden von Nürnberg und zählt zu den markantesten Schuttbergen der Stadt. Mit einer Höhe von 369 Metern über Normalnull ist er die dritthöchste Anhöhe im Nürnberger Süden und überragt das nahegelegene Hafengebiet. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte aus Kriegs- und Hausmüll sowie späterem Aushubmaterial ist der Berg ein Beispiel für die Nachkriegsrenaturierung urbaner Flächen. Heute liegt das Gelände vollständig im Naturschutz und ist als Naturschutzgebiet Sandgruben am Föhrenbuck ausgewiesen.
Geografisch liegt der Föhrenbuck direkt östlich des Bayernhafens Nürnberg und bietet eine weitläufige Aussicht, die bei klarem Wetter bis zur Nürnberger Altstadt, zur Kaiserburg und weiter in die Region reicht. Im Gegensatz zu anderen Erhebungen der Umgebung ist der Föhrenbuck weniger touristisch erschlossen, wirkt dafür aber natürlicher und unberührter. Die südlich angrenzenden ehemaligen Sandgruben bieten zusätzlichen Raum für Erholung und Naturbeobachtung. Diese Flächen sind besonders bei Hundebesitzern und Naturliebhabern beliebt.
Die Geschichte des Föhrenbucks reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als das Gelände als Waldfläche genutzt wurde. Ab den 1900er Jahren begann der Abbau von Sandvorkommen, der den Bauboom der damaligen Zeit unterstützte. Im Ersten Weltkrieg wurden die Gruben mit Hausmüll verfüllt, später kamen Kriegsschutt und weiterer Industrieabfall hinzu. Bis in die 1960er Jahre wurde der Berg durch Müll- und Aushubmassen aufgeschüttet, bevor er Ende der 1960er Jahre mit Erde abgedeckt und renaturiert wurde. Die südlichen Sandgruben blieben erhalten und wurden später unter Naturschutz gestellt.
Das Gelände ist ganzjährig und zu jeder Tages- und Nachtzeit frei zugänglich. Der Zugang ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Schiff möglich. Östlich besteht eine Zufahrt ausschließlich für Berechtigte. Eine Bedarfshaltestelle des VGN ermöglicht den öffentlichen Zugang für Ausflügler und Anwohner. Aufgrund seiner Lage und seiner Geschichte bietet der Föhrenbuck sowohl Erholung als auch einen historischen Einblick in die Entwicklung Nürnbergs. Die Aussichtsplattform auf dem Berg gewährt einen Panoramablick über das Hafengebiet, die Pegnitz und die umliegenden Stadtteile.
Trotz seiner Naturlandschaft gibt es auch Herausforderungen. Aufgrund der geringen Abdeckung an einigen Stellen kommt es zu Grundwasserbelastungen durch eindringendes Regenwasser. Die Überwachung dieser Altlasten erfolgt regelmäßig. In der Vergangenheit kam es zu Unfällen und Bränden, die einzelne Bereiche des Naturschutzgebiets betrafen. Dennoch bleibt der Föhrenbuck ein ruhiger Ort für Spaziergänge, Naturbeobachtung und das Erkunden der städtischen Geologie.