Museum

Kartäuserkloster Nürnberg

Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

Highlights

  • Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums.
  • Es beherbergt rund 1,3 Millionen Objekte, darunter der Behaim-Globus, seit 2023 UNESCO-Weltdokumentenerbe.
  • Das Museum ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Tipps

  • Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg bietet mit über 1,3 Millionen Objekten einen umfassenden Überblick zur Kulturgeschichte des deutschsprachigen Raums.
  • Zu den Highlights zählt der Behaim-Globus, der seit 2023 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.
  • Das Museum ist eine Stiftung öffentlichen Rechts und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kartäuserkloster Nürnberg

Das Kartäuserkloster Nürnberg beherbergt heute das Germanische Nationalmuseum, das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raumes. Es zählt zu den bedeutendsten Kulturinstitutionen Deutschlands und bietet eine umfassende Sammlung von Kunst und Kulturgeschichte – von der Vor- und Frühgeschichte bis hin zur Gegenwart. Mit über einer Million Objekten in seiner Bestandsaufnahme und rund 25.000 ausgestellten Exponaten präsentiert das Museum die Vielfalt der deutschen Kultur in fächerübergreifender Breite. Besucher erleben hier ein facettenreiches Panorama der Geschichte, das durch ständige Forschung und moderne Ausstellungsformen lebendig bleibt.

Das Museum befindet sich in einem Gebäudeensemble, dessen Herzstück das ehemalige Kartäuserkloster bildet – ein spätmittelalterliches Bauwerk, das seit der Gründung des Museums im Jahr 1852 dessen historischen Kern darstellt. Ursprünglich als Profanbau genutzt, wurde das Kloster in die Museumsplanung integriert und ist heute ein Baudenkmal von außergewöhnlicher Substanz. Die Architektur spiegelt die Entwicklungsgeschichte des Museums wider und verbindet mittelalterliche Bausubstanz mit späteren Umbau- und Erweiterungsbauten des 19. Jahrhunderts. Diese räumliche Verbindung von Geschichte und Gegenwart macht das Germanische Nationalmuseum zu einem einzigartigen Ort des kulturellen Erbes.

Zu den herausragenden Exponaten zählen der älteste erhaltene Erdglobus der Welt, der sogenannte Behaim-Globus, der seit 2023 zum UNESCO-„Memory of the World“-Register gehört, sowie der berühmte Codex Aureus, ein prachtvoller mittelalterlicher Buchschmuck. Auch der geheimnisvolle Goldkegel von Ezelsdorf-Buch aus der Bronzezeit sowie Werke namhafter Künstler wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach und Veit Stoß gehören zu den Höhepunkten der Sammlung. Thematisch erstreckt sich die Ausstellung über weite Bereiche der Kulturgeschichte: von Spuren steinzeitlicher Besiedlung über römische Funde, mittelalterliches Leben bis hin zur modernen Kunst. Diese Vielfalt macht das Museum zu einem unverzichtbaren Ausflugsziel für Kulturinteressierte.

Als Forschungs- und Bildungseinrichtung versteht sich das Germanische Nationalmuseum nicht nur als Ort der Ausstellung, sondern auch als wissenschaftliche Institution. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und betreibt eigene Forschungsprojekte sowie verschiedene wissenschaftliche Abteilungen wie das Historische Archiv, das Deutsche Kunstarchiv und eine umfangreiche Bibliothek. Auch das Institut für Kunsttechnik und Konservierung sowie ein kunst- und kulturpädagogisches Zentrum sind dem Museum zugeordnet. Diese enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Präsentation unterstreicht die Bedeutung des Hauses als zentrale Institution der deutschen Kulturgeschichte.

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